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Wut in Griechenland

Aktualisiert am 08.02.2012 125 Kommentare

In Athen melden private Gläubiger einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit der Regierung. Doch die Bevölkerung streikt, bei einer Demonstration kam es zu Ausschreitungen.

1/32 Es brennt: Proteste gegen die Sparbeschlüsse in Athen. (19. Februar 2012)
Bild: AFP

   

«An Reformen führt kein Weg vorbei»: Angela Merkel in Berlin. (7. Februar 2012)

Während des Generalstreiks kam es bereits zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. (Video: Reuters)

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In Athen hat es einen Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den privaten Gläubigern gegeben. Ein Sprecher der privaten Gläubiger sagte heute Abend, der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos werde die Finanzminister der Eurozone in Kürze über den Inhalt der vorläufigen Vereinbarung unterrichten. Ein Abschluss der Verhandlungen über einen Schuldenschnitt scheint damit in Reichweite. Das Treffen wird für Donnerstag erwartet.

Die Vertreter des Internationalen Bankenverbands (IIF) hätten am Abend ein «konstruktives Treffen» mit Papademos und Finanzminister Evangelos Venizelos gehabt, erklärte Frank Vogl. Athen verhandelte mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht von mehr als 70 Prozent, der Entlastungen von etwa 100 Milliarden Euro bringen soll.

Treffen vertagt

Unterdessen ist ein ursprünglich noch für Dienstagabend geplantes Treffen der griechischen Koalitionsspitzen mit Papademos zu Beratungen über die von der Troika geforderten Reformen auf Mittwoch vertagt worden. Dies teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Statt mit den Vorsitzenden der drei Parteien, die seine Übergangsregierung stützen, werde sich Papademos mit Vertretern der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) treffen, sagte eine Sprecherin des Regierungschefs.

Bislang stimmte die griechische Regierung den Forderungen von IWF, EZB und EU zu, in diesem Jahr 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen, die Ausgaben um 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnkürzungen und Senkung der Lohnnebenkosten zu steigern und die Kapitaldecke der griechischen Banken zu erhöhen, ohne sie zu verstaatlichen.

Zehntausende protestieren gegen Sparmassnahmen

Bis zu 20.000 Menschen protestierten nach Polizeiangaben am Dienstag in Athen abermals gegen die Sparmassnahmen der Regierung. Eine von zwei Demonstrationen mit je rund 10.000 Teilnehmern verlief friedlich, bei der zweiten kam es vor dem Parlamentsgebäude zu Zusammenstössen mit der Polizei. Einige der Demonstranten verbrannten eine deutsche Flagge und riefen «Nazis raus». Festnahmen oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Warnung von Angela Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor schwerwiegenden Folgen im Falle eines Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. «Ich werde mich nicht daran beteiligen, Griechenland aus dem Euro herauszudrängen. Das hätte unabsehbare Folgen», sagte Merkel am Dienstagabend bei einem Vortrag der «Bela Foundation» in Berlin.

Gleichzeitig mahnte die CDU-Vorsitzende schnelle Reformen in Athen an. Die Situation in Griechenland sei «extrem schwierig, aber an Reformen geht kein Weg vorbei», erklärte die Kanzlerin.

(kle/kpn/bru/AFP)

Erstellt: 07.02.2012, 14:02 Uhr

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125 Kommentare

Ursula Jungo

07.02.2012, 16:36 Uhr
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Mit diesen Sparmassnahmen geht es dem griechischen Volk noch schlechter!Hört doch auf damit,die Wirtschaft muss nicht noch runtergedrückt werden mit Sparmassnahmen!Aus der EU austreten und wieder ihre Währung einführen,das ist das einzige und beste Mittel in Griechenland weiterleben zu können!GR wäre nicht das einzige Land in Europa,das nicht in der EU ist!Den NichtEULändern geht es nicht schlecht Antworten


Lia Schneide

07.02.2012, 16:19 Uhr
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tja, hätten alle brav ihre Steuern gezahlt und keinen Volkssport aus der Steuerhinterziehung gemacht wie die lieben Italiener, bräuchten sie nun nicht zu darben. Antworten




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