Zelaya kommt in Honduras wieder an die Macht
Sein Kampf hat sich gelohnt: Manuel Zelaya. (Bild: Keystone)
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Die Konfliktparteien in Honduras haben bei ihren Gesprächen zur Lösung der Staatskrise offenbar einen Durchbruch erzielt. Beide Seiten hätten sich auf die Formulierung eines Punktes verständigt, der die Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya in sein Amt betreffe, sagte ein Unterhändler Zelayas am Mittwoch in der Hauptstadt Tegucigalpa. Victor Meza äusserte sich nicht dazu, ob dies bedeutet, dass Zelaya bis zum regulären Ende seiner Amtszeit im Januar 2010 wieder in das Präsidentenamt zurückkehrt. Er werde jetzt erst einmal mit Zelaya und Übergangspräsident Roberto Micheletti sprechen, sagte der Unterhändler vor Journalisten.
«Fast am Ende der Krise»
Auch Armeechef Romeo Vasquez, der den Putsch Zelayas mittrug, sprach in einem Lokalradio von bedeutenden Fortschritten in den Verhandlungen. «Wir sind fast am Ende der Krise angelangt.»
Zelaya selbst hatte vor den Gesprächen die Hoffnungen auf eine Einigung in dieser Frage gedämpft, indem er der Micheletti-Partei Blockade vorwarf. Sie wolle mit den Gesprächen seine Rückkehr an die Macht verhindern. Ultimativ hatte er seine Wiedereinsetzung bis am morgigen Donnerstag verlangt.
Nationale Versöhnungsregierung
Die internationale Staatengemeinschaft sieht in Zelaya den rechtmässigen Präsidenten und hat stets dessen Rückkehr ins Präsidentenamt gefordert. Übergangspräsident Micheletti machte dagegen klar, dass ein Wiedereinzug Zelayas ins Amt nicht infrage komme. Zelaya wird Verfassungsbruch, Vaterlandsverrat und Amtsmissbrauch vorgeworfen, weshalb er nach dem Willen seiner Gegner vor Gericht gestellt werden sollte. Am 28. Juni war er gestürzt und von Militärs ausser Landes gebracht worden.
Am 21. September gelang es ihm, heimlich nach Honduras zurückzukehren. Er fand in der brasilianischen Botschaft Zuflucht. (vin/sda)
Erstellt: 14.10.2009, 23:32 Uhr
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