Zwei Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Ferienort auf Mallorca

Von Stefan Eiselin. Aktualisiert am 30.07.2009

Auf der Ferieninsel ist vor einer Polizeikaserne ein Sprengsatz explodiert. Es gab zwei Tote und mehrere Verletzte. Die Gegend ist eines der belebtesten Tourismuszentren Mallorcas.

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Die Autobombe in Palmanova auf Mallorca sei von der ETA gezündet worden.
Bild: Keystone

   

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Palmanova

Bei der Explosion in Palmanova, einem Teil der Stadt Calvià bei Palma de Mallorca sind mehrere Personen verletzt worden. Lokale Medien melden mindestens zwei Tote. Beide sind Polizisten. In der Nähe der Polizeikaserne befinden sich auch ein Gebäude der Armee sowie der Feuerwehr. Der Sprengsatz wurde offenbar unter einem Polizeiauto angebracht, das gerade auf der Strasse zwischen den Gebäuden patrouillierte als der Sprengsatz losging. Die Detonation um 13.42 Uhr soll gemäss der Zeitung «El Mundo» sehr heftig gewesen sein und grosse Schäden verursacht haben.

Die beiden Toten waren Fahrer und Beifahrer des Wagens des Typs Nissan Patrol. Gemäss «Diari de Balears» sollen beide sehr jung gewesen sein und die Polizeischule erst vor kurzem abgeschlossen haben.

Hinter dem Anschlag wird die ETA vermutet

Wie der spanische Nachrichtensender «Canal 24 horas» berichtet, soll sich zum Zeitpunkt der Explosion die spanische Königin in der Sommerresidenz Marivent wenige Kilometer von der Detonationsstelle befunden haben. Auch befindet sich ein belebtes Tourismuszentrum in der Nähe. Die Stelle wurde abgesperrt, da mit der Möglichkeit weiterer Explosionen gerechnet werden muss.

Es ist der erste Anschlag auf den Balearen überhaupt, der Tote gefordert hat. In Spanien wird vermutet, dass die ETA hinter dem Anschlag steht. Es wäre das zweite Attentat innert 24 Stunden. Am Mittwoch explodierte bereits eine ETA-Bombe in Burgos. Zudem fällt der Anschlag mit dem 18. Jahrestag eines ETA-Anschlags auf Mallorca zusammen.

Verstörte Menschen

Ein Augenzeuge berichtete der Zeitung «La Vanguardia», dass sie Explosion kurz und heftig gewesen sei. Kurze Zeit später sei dunkler Rauch über dem Ort aufgestiegen. Er habe sich daraufhin zur Attentatstselle begeben, wo er ein zerstörtes Auto gesehen habe. Eine Leiche sei neben dem Fahrzeug gelegen. Und aus der Kaserne seien verstört Leute gerannt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.07.2009, 16:15 Uhr

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