Razzien in Chodorkowskis Büros in Moskau

Michail Chodorkowski verschärfte unlängst seine Kritik am Kreml. Russland reagiert mit Razzien bei dessen Stiftung Offenes Russland.

Die Stiftung des Kreml-Kritikers ist unter Beschuss: Michail Chodorkowski. (Archivbild)

Die Stiftung des Kreml-Kritikers ist unter Beschuss: Michail Chodorkowski. (Archivbild) Bild: AP/Michael Sohn

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Russische Ermittler haben Wohnungen von sieben Angestellten des im Exil lebenden Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski durchsucht. Hintergrund sei ein Strafverfahren von 2003 gegen Chodorkowski, teilte die von ihm finanzierte Stiftung Offenes Russland in Moskau mit. Die oberste Ermittlungsbehörde bestätigte die Informationen.

Chodorkowski, Gründer des Ölkonzerns Jukos und einst der reichste Mann Russlands, war in umstrittenen Prozessen wegen Betrugs verurteilt worden und hatte zehn Jahre in Haft verbracht. 2013 wurde er überraschend begnadigt und lebte danach längere Zeit in der Schweiz, finanziert aber die oppositionsnahe Stiftung in Russland.

Kürzlich beschuldigte ihn die russische Staatsanwaltschaft der Beteiligung an einem Mord in Sibirien 1998. Chodorkowski wies dies zurück und verschärfte seine Kritik an Präsident Wladimir Putin. (ofi/sda)

(Erstellt: 22.12.2015, 09:51 Uhr)

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