Ausland

Abgestürzte US-Drohne gehörte der CIA

Aktualisiert am 06.12.2011 45 Kommentare

Behördenvertreter haben eingeräumt, dass die in Iran abgestürzte – oder abgeschossene – Drohne in einer Mission für die CIA unterwegs war. Für die Iraner dürfte die Technologie von grösstem Interesse sein.

Tarnkappendrohne aus dem Hause Lockheed Martin: Eine RQ-170 Sentinel hebt ab.

Tarnkappendrohne aus dem Hause Lockheed Martin: Eine RQ-170 Sentinel hebt ab.
Bild: aerowiki.blogspot.com

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Die am vergangenen Donnerstag auf iranischem Territorium abgestürzte US-Drohne war auf einer Mission für den Auslandsgeheimdienst CIA. Dies bestätigten erstmals US-Behördenvertreter gegenüber dem TV-Sender NBC, nachdem zunächst unklar gewesen war, ob die Drohne allenfalls für die US-Armee in einer weniger heiklen Mission unterwegs war.

Iran hatte vergangene Woche den Abschuss eines unbemannten Aufklärungsflugzeugs des Typs RQ-170 verkündet. Die USA bestätigten den Verlust der Drohne, sprechen jedoch weiterhin von einem Absturz. Über die Art der Mission wurden keine Angaben gemacht. Zudem liessen die Behörden laut NBC weiterhin offen, ob das Spionageflugzeug vorsätzlich in den iranischen Luftraum eingedrungen oder lediglich aus Versehen von einem Flug über afghanischem Territorium abgekommen war.

Osama bin Laden ausspioniert

Bei der RQ-170 handelt es sich laut der «Washington Post» um einen Drohnen-Typ, der von der CIA auf heiklen Missionen eingesetzt wird. So sei das Gelände in Pakistan, auf dem sich Osama bin Laden versteckt hielt, monatelang mit RQ-170 überwacht worden.

Laut dem Bericht der «Washington Post» gibt es keine Hinweise darauf, dass die Drohne mit Waffen bestückt war. Für die Iraner dürfte jedoch die Technologie – wie etwa Tarnsysteme oder Kameras – von grösstem Interesse sein. Der Zwischenfall markiert einen weiteren Höhepunkt im Konflikt um das iranische Nuklearprogramm. Die Atomenergiebehörde IAEA sieht es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht als erwiesen an, dass das Regime in Teheran nach der Entwicklung von Atomwaffen strebt. Iran hingegen streitet dies ab und unterstreicht seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur. Insbesondere in den USA und Israel wird seit längerem laut über einen Militärschlag gegen Iran nachgedacht. (ami)

Erstellt: 06.12.2011, 10:00 Uhr

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45 Kommentare

Alfredo Kammangani

06.12.2011, 10:42 Uhr
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Hier hat der Iran richtig gehandelt: man muss sich nicht alles von den US-Amerikanern gefallen lassen. Die Souveränitätsrechte - auch im Luftraum - sind heilig. Ich hoffe, dass der Iran seine Werte, Kultur und Visionen von den schädlichen US-amerikanischen Einflüssen schützen kann und gestärkt aus der momentan verfahrenen Situation gehen kann. Antworten


Marcel Bühler

06.12.2011, 11:44 Uhr
Melden 40 Empfehlung

Dass die Amerikaner die Souveränitätsrechte anderer Länder missachten und ständig Spionageflüge und Provokationen unternehmen, ist nicht Neues (siehe Luftkrieg über der UdSSR). Die abgestürzte oder abgeschossene Drohne wird den Iranern interessante Informationen liefern und Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Luftabwehr den neuen Bedrohungen anzupassen. Antworten



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