Ahmadinejads Frau spricht erstmals öffentlich

Asam al Sada Farahi, die Frau des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad, ist bei einem FAO-Anlass in Rom aufgetreten. Sie lobte den Iran als positives Beispiel im Kampf gegen den Hunger.

Bilder von ihr sind selten. Asam al Sada Farahi.

Bilder von ihr sind selten. Asam al Sada Farahi.
Bild: Keystone

Asam al Sada Farahi war mit einem schwarzen Tschador bis auf Augen, Nase und Mund verhüllt und sprach unerwartet von ihrem Platz aus, wie FAO-Sprecher Christopher Matthews sagte. Der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zufolge beschrieb sie den Iran als positives Beispiel im Kampf gegen den Hunger. Das auf religiösen Lehren basierende System des Landes garantiere allen Familien Lebensmittel, wurde Ahmadinejads Frau zitiert. Der Sender Sky TG24 berichtete, Farahi habe ausserdem das Leid hungernder palästinensischer Kinder im Gazastreifen gegeisselt.

Ihr Auftritt am Vorabend des dreitägigen Uno-Gipfels zur Bekämpfung des Hungers war einer ihrer ersten in der Öffentlichkeit. Dabei soll sie erstmals eine öffentliche Rede gehalten haben, wie Nachrichtenagenturen melden. Eingeladen an die FAO-Veranstaltung waren die Partner der Staats- und Regierungschefs, die ihre Länder bei der Uno-Konferenz vertreten. Geleitet wurde das Forum von Suzanne Mubarak, der First Lady Ägyptens.

Bank gibt eine Milliarde Dollar

Die Islamische Entwicklungsbank unterstützt den Kampf gegen den weltweiten Hunger mit einer Milliarde Dollar. Mit dem Geld solle die Landwirtschaft in armen Ländern gefördert werden, teilte die Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Vorabend des Welthungergipfels in Rom mit. Die Einigung mit der Bank komme in einem entscheidenden Moment: Die internationale Gemeinschaft habe die Landwirtschaft jahrelang vernachlässigt, dabei seien anhaltende Investitionen vor allem in Kleinbetriebe mit entscheidend für eine sichere Lebensmittelversorgung.

Das dreitägige Gipfeltreffen in Rom, das am morgigen Montag beginnt, soll die Unterstützung von Bauern, Fischern und Hirten in den Mittelpunkt der Politik rücken. Bisherige Welthunger-Konferenzen haben ihre selbst gesteckten Zielvorgaben allerdings nicht einhalten können, darunter das Vorhaben, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Eine von den Vereinten Nationen geforderte Frist bis 2025, um den Hunger vollständig zu beseitigen, ist im Entwurf für eine Erklärung des Gipfels nicht aufgeführt. Ausserdem fehlen konkrete finanzielle Zusagen. Laut FAO werden in den kommenden Jahrzehnten jährlich 44 Milliarden Dollar gebraucht. (vin/ap)

Erstellt: 15.11.2009, 22:13 Uhr

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