Auf Gran Canaria wird es eng
Von Romeo Regenass. Aktualisiert am 01.02.2011 6 Kommentare
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Von den Unruhen in Kairo merkt man in den Badeorten am Roten Meer kaum etwas, und so bricht kaum jemand seine Ferien frühzeitig ab, sagen die grossen Reiseveranstalter übereinstimmend. Anders bei den Abflügen: Seit das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vor Reisen nach Ägypten warnt, reist niemand mehr hin. Bereits gebuchte Reisen mit Abreise bis 15. Februar können bei Kuoni, Hotelplan und Tui Suisse kostenlos umgebucht oder annulliert werden. Datum und Vorgehen seien wie in solchen Fällen üblich zwischen den Veranstaltern und dem Reisebüroverband abgesprochen worden, sagt Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.
«Die Leute wollen weg»
400 der 600 Kunden, die mit der Reisetochter der Migros bis 15. Februar nach Ägypten fliegen wollten, haben ihre Reise bisher annulliert oder umgebucht. Bei Kuoni trifft das etwa auf jeden zweiten der 550 Kunden zu, während Tui Suisse noch nicht sagen kann, wie die über 500 Gäste reagieren. «Die Leute wollen weg, halten Familienrat und prüfen Alternativen», sagt Sprecher Roland Schmid.
Wer Wärme sucht, weicht am besten auf die Kanarischen Inseln aus. Laut Sprecher Peter Brun hat das bei Kuoni die Mehrheit gemacht. Hotelplan hatte mehr Mühe mit den Kapazitäten, die Kanaren seien für die kritische Zeit «praktisch ausgebucht». Bei Tui Suisse benötige man «Flexibilität beim Abreiseflughafen». Für Badeferien klimatisch weniger geeignet und somit einfacher zu buchen sind die Balearen oder Marokko, während Tunesien seit den Unruhen kaum eine Alternative ist. Umbuchen heisst für viele aber auch, die Ägyptenreise auf später zu verschieben.
Eine längere Krise würde weniger schmerzen
Wie sich die Unruhen in Nordafrika finanziell auswirken, kann noch niemand sagen. Kuoni gehörte an der Börse zu den Tagesverlierern. «Anders als internationale Konkurrenten müssen wir aber keine eigenen Flieger und Hotels füllen», sagt Sprecher Brun. «Auch eine längere Krise würde uns deshalb weniger treffen.» Laut Tui-Suisse-Sprecher Schmid gehört Ägypten in der Schweiz im Winter zu den fünf meistgebuchten Destinationen. «Mit Badeferien und Kultur ist es vielseitig und im Trend». Wegen seiner Lage ist das Land auch in Osteuropa und Russland sehr beliebt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 01.02.2011, 08:41 Uhr
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6 Kommentare
@rascha - wenns denn so einfach wäre. Die HERR-schaftliche Geldverteilung sollte gerade Frauen dazu überzeugen mit allen gewaltfreien Mitteln gegen frauenfeindliche, Frauen unterdrückende Regime und Kulturen entschlossen vorzugehen. Was jetzt in Ägypten abläuft driftet allmählich leider in die entgegen gesetzte Richtung. Antworten
Psychohygiene bzw. Seelennahrung sind ja okay. Wenn dazu nun Dekadenz unabdinglich, geht's in richtung "Nicht wahrhaben wollen von - die Weltgeschichte prägenden Faktoren". Man könnte den Reisebetrag doch diesmal eher auf ein Konto für nun darbende Familien in Ägypten/Tunesien (und für die anderen - von allem abgehängten Darbenden) überweisen. Bricht den Reichtum mal runter - dann langts für alle! Antworten
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