Bombenleger im Alter von 5 Jahren
Aktualisiert am 01.07.2010 9 Kommentare
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Wie die britische Zeitung «Telegraph» auf ihrer Webseite berichtet, hat sich in der Stadt Sangin in der umkämpften Provinz Helmand die Zahl der Kinder, die im Auftrag der Taliban Bomben legen oder ähnliche Aufträge ausführen, in den vergangenen fünf Monaten verfünffacht. Und unter den Helfern der Rebellen sind sogar Fünfjährige zu finden.
Unter Berufung auf militärische Geheimdienstquellen berichtet die Zeitung weiter, dass allein in dieser Ortschaft im Süden des Landes zwölf Kinder regelmässig als Bombenleger eingesetzt würden – abgesehen von jenen Fällen, die von den Truppen nicht entdeckt und erfasst werden.
Rücksichtnahme der Briten einkalkuliert
Die Taliban wählen diese Taktik offenbar im Wissen darum, dass die britischen Soldaten kaum je auf Kinder schiessen würden. «Sie wissen, dass wir nicht gegen Kinder vorgehen werden», zitiert das Blatt einen Mitarbeiter des Geheimdienstes der Royal Marines. Ausserdem sind «die Kinder sich der Risiken weniger bewusst», so der Militär, «und tun alles für schnelles Geld».
Zudem haben verbesserte Überwachungsmethoden die radikal-islamischen Rebellen laut dem Bericht dazu gezwungen, die Strategie für ihre Anschläge zu ändern. Bei einer Gelegenheit konnten Überwachungskameras zwei Kinder bei der «Arbeit» aufzeichnen: Das erste lief entlang der Hauptstrasse und verbuddelte IEDs (Improvised explosive devices), während das zweite die Löcher mit Erde und Steinen wieder zudeckte.
Einsatz als professionelle Bombenleger
In der Stadt Sangin waren in den vergangenen Monaten mehr als 40 Bomben auf den Strassen versteckt worden – und laut dem Bericht waren in einem Fünftel der Fälle Kinder die Urheber der geplanten Anschläge. Mindestens ein Kind kam bei einem solchen Auftrag ums Leben. Die anderen beiden Mitglieder dieses «Teams» tauchten bei den britischen Marines auf; eins von ihnen hatte eine Hand verloren.
«Es sind keine Kinder-Soldaten, es handelt sich um Kinder-Zubehör», zitiert die Zeitung den britischen Major Ed Moorhouse, der vor Ort eine Kompanie kommandiert, «sie sind von frühestem Alter an komplett indoktriniert, sehr kampfgewohnt und die Taliban wissen, dass uns die westlichen Werte daran hindern, auf Kinder zu schiessen.»
Erstellt: 01.07.2010, 09:33 Uhr
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9 Kommentare
Was zur HÖLLE wollen die eigentlich in Afghanistan?? Ein bisschen rumballern und Jugenderfahrungen sammeln, oder möglichst die freundlichsten Soldaten der Welt sein? Oder gar nur wegen dem Geld im Einsatz? ..Es scheint mir auf jeden Fall nicht so, dass die "westliche Allianz" irgend eine Strategie oder einen Plan oder auch nur eine Idee hätte, was sie in Afghanistan eigentlich erreichen will/soll. Antworten
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