Ausland

Burma darf Asean-Vorsitz übernehmen

Aktualisiert am 17.11.2011

Trotz Widerstands der USA darf das autoritär regierte Land in drei Jahren die südostasiatische Staatengemeinschaft anführen. Gleichzeitig stellte die burmesische Regierung eine Forderung.

Auf dem Weg zur Demokratie? Burmas Präsident Thein Sein auf dem Weg nach Bali.

Auf dem Weg zur Demokratie? Burmas Präsident Thein Sein auf dem Weg nach Bali.
Bild: Keystone

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Burma hat angesichts eingeleiteter Reformen im Land eine Aufhebung westlicher Sanktionen gefordert. «Wir sind auf dem Weg zur Demokratie», sagte der birmanische Informationsminister und Regierungssprecher Kyaw Hsan dem «Wall Street Journal». Der Entwicklungsprozess könne jedoch mit internationaler Hilfe schneller ablaufen. Es ist äusserst selten, dass birmanische Regierungsmitglieder westlichen Medien Interviews geben. Die vom Militär unterstützte birmanische Regierung überraschte jedoch zuletzt mit versöhnlichen Schritten.

Die Forderung nach einer Aufhebung der Sanktionen kam zeitgleich mit einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf der indonesischen Insel Bali, bei dem Burma nach jahrzehntelanger Militärherrschaft internationales Ansehen erlangen will. Dies gelang in ersten Zügen dadurch, dass der Gipfel dem Land trotz des Widerstands der USA offiziell den ASEAN-Vorsitz im Jahr 2014 übertrug.

Auch Obama reist an

Der ASEAN-Gipfel geht am Samstag in einen Ostasiengipfel über, zu dem auch die Vertreter Australiens, Chinas, Indiens, Japans, Südkoreas und Neuseelands erwartet werden. In diesem Jahr beteiligen sich zudem erstmals die USA und Russland an den Gesprächen. Ein wichtiges Thema dürfte der Streit mit China um zunehmende Besitzansprüche des Landes im ost- und südchinesischen Meer sein, auf die mehrere andere asiatische Länder ebenfalls Ansprüche erheben.

Gegen den Widerstand Chinas kündigte US-Aussenministerin Hillary Clinton an, sie werde das Thema auf die Tagesordnung setzen. US-Präsident Barack Obama hatte zuvor in Australien die strategische Bedeutung des Asien-Pazifikraums für die Vereinigten Staaten betont und eine weitere Stationierung von US-Soldaten in der Region angekündigt. Chinas Regierung forderte daraufhin, die USA müssten auch die «Interessen anderer Staaten» berücksichtigen.

(jak/AFP)

Erstellt: 17.11.2011, 12:01 Uhr

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