Ausland

Der blutigste Monat für die USA seit Kriegsbeginn

Aktualisiert am 01.09.2011 9 Kommentare

Für die US-Truppen in Afghanistan war der vergangene August der tödlichste Monat im zehn Jahre alten Konflikt. Binnen vier Wochen sind 66 US-Soldaten ums Leben gekommen.

1/6 Bereit zum Feuern: Ein Scharfschütze der US-Armee in der Provinz Kunar im Osten Afghanistans. (25. August 2011)
Bild: Reuters

   

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In keinem Monat seit Beginn des jahrzehntelangen Konflikts in Afghanistan sind mehr Soldaten gestorben als in diesem August. Laut der Nachrichtenagentur AP starben vom 1. bis zum 30. August dieses Jahres 83 ausländische Soldaten – davon 66 aus den USA.

Mit 31 Toten kam fast die Hälfte von ihnen bei einem Anschlag der radikal-islamischen Taliban auf einen US-Transporthubschrauber in der Provinz Wardak ums Leben. Die August-Bilanz übertrifft den Rekord vom Juli 2010, in dem 65 US-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen sind.

Nato-Truppen vermisst

Die Gewalt ist in Afghanistan noch immer allgegenwärtig, obwohl US-Präsident Barack Obama den Abzug der US-Truppen beschlossen hat. Noch bis Ende Jahr sollen 10'000 Soldaten in die USA zurückkehren, weitere 23'000 bis zum Sommer 2012. Bis Ende 2014 soll die Sicherheitsverantwortung für das Land schrittweise an die Afghanen übergeben werden.

Neben den 66 Toten aus den USA vermisst die Nato ausserdem auch 14 Soldaten. So fehlt von zwei britischen, vier französischen, einer neuseeländischen, einer australischen, fünf polnischen und fünf Soldaten, deren Herkunft unbekannt ist, jede Spur. Seit Jahresanfang sind in Afghanistan 403 ausländische Soldaten getötet worden – 299 davon waren US-Amerikaner.

Keine Tote bei US-Truppen im Irak

Während der August in Afghanistan für die US-Armee der blutigste Monat denn je war, vergingen die vier August-Wochen im Irak ohne einen Toten bei den US-Truppen. Wie die «New York Times» berichtete, ist es der erste Monat ohne menschliche Verluste für die US-Truppen seit ihrem Einmarsch im Irak. (wid)

Erstellt: 01.09.2011, 15:50 Uhr

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9 Kommentare

Zoran Tomic

01.09.2011, 16:48 Uhr
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250'000 private Sicherheitsangestellte arbeiten im Irak und Afghanistan für Pentagon. 2'500 starben offiziell im Krieg für den Sold. Plus die 6'000 gefallenen regulären US-Soldaten. Der USA Krieg in Afghanistan und Irak ist zum grössten Teil privatisiert, die Geschäfte florieren. 9/11 war ein gutes Geschäft. Deshalb werden alle Fragen, zB. Gebäude 7 als Spinnerfragen von Mainstream ignoriert. Antworten


Frederick Wenck

01.09.2011, 17:17 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Amerika hat einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Afghanistan gestartet, US-Soldaten haben Millionen von Menschen umgebracht, verwundet und vertrieben. Schon 66- sehr gut. Jeder Soldat der US-Besatzungsmacht, der unschädlich gemacht wird, ist keine Gefahr mehr für die terrorisierte afghanische Zivilbevölkerung. Antworten



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