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Die Iraner wollen mit den USA reden

63 Prozent der Iraner wollen, dass Teheran und Washington ihre diplomatischen Beziehungen normalisieren. Das zeigt eine Umfrage.

Wut über den Wahlbetrug: Angehörige der Opposition am Freitag in Teheran.

Wut über den Wahlbetrug: Angehörige der Opposition am Freitag in Teheran.
Bild: Keystone

Von mehr als tausend Iranern, die zwischen Ende August und dem 10. September vom Meinungsforschungsinstitut WPO telefonisch befragt wurden, sprachen sich 63 dafür aus, die 1980 abgebrochenen Beziehungen wiederherzustellen. Dafür sollten nach Ansicht der Mehrheit der Iraner Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufgenommen werden. 30 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Nach den jüngsten Demonstrationen der Opposition im Iran sind nach Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA mehrere Menschen festgenommen worden. Sie hätten Steine auf Sicherheitskräfte geworfen und Motorräder angezündet, zitierte IRNA am Samstag einen Polizeisprecher.

Ungeachtet eines Verbots demonstrierten am Freitag tausende Oppositionelle gegen die Regierung von Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Dabei kam es zu etlichen Zusammenstössen. Es waren die ersten grossen Strassenproteste der Reformanhänger seit Mitte Juli. Die Opposition protestiert gegen die amtlich ausgerufene Wiederwahl von Ahmadinejad und erhebt Vorwürfe, ihrem Kandidaten Mir Hossein Moussavi sei der Wahlsieg gestohlen worden. (oku/sda)

Erstellt: 20.09.2009, 08:20 Uhr

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