Die jungen Kämpferinnen für den neuen Iran

Nach den wütenden Protesten in Teheran überprüft der Iran das Wahlergebnis. Ein Beweis für die Macht der jungen Generation – und ihrer klugen Vorkämpferinnen.

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Die Frauen im Iran begehren auf
Unter Mahmoud Ahmadinejad wurden die gesellschaftlichen Regeln für Frauen verschärft.
Bild: Reuters

   

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Frauen im Iran

Die Situation der wohlhabenden, intellektuellen und urbanen Frauen beschreibt nicht die Lebenswirklichkeit der Frauen im ganzen Land und über alle Schichten hinweg. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schreibt dazu:

«Die rechtliche Ungleichbehandlung von Frauen im Iran zieht sich durch alle Lebensbereiche. So ist es Frauen zwar erlaubt, zu wählen und für eine Gemeindevertretung, einen Stadtrat oder das Parlament zu kandidieren. Viele höhere politische Funktionen bleiben ihnen jedoch nach wie vor verwehrt. (...) Obwohl das gesetzliche Mindestheiratsalter für Mädchen bei 13 Jahren liegt, können Väter um Erlaubnis ansuchen, die Heirat vor diesem Alter vorzunehmen. (...) Die Kriminalisierung ausserehelicher sexueller Beziehungen betrifft Frauen viel stärker – die grosse Mehrzahl der Personen, die wegen Ehebruchs zu Tode gesteinigt werden, sind Frauen. (...) Nach ein paar kleineren Erfolgen der Frauenrechtsbewegung kam es gegen Ende der Amtszeit Präsident Khatamis (1997-2005) zu einem schweren Rückschlag.»

An der Seite ihrer Freunde stürmen sie in diesen Stunden die Strassen von Teheran. Schreien ihre Wut hinaus über die mutmasslich gefälschte Wahl Mahmoud Ahmadinejads. Und wenn Mir Hossein Moussavi, der unterlegene Reformer, zu seinen Anhängern spricht, stehen sie zuvorderst – perfekt geschminkt, teuer gekleidet und mit Tüchern im Haar die Schmuck sind statt Schutz: Die jungen, klugen Frauen des Iran, die so wichtig sind für diese Bewegung, die den Iran erschüttert.

Die Kämpferinnen für einen neuen Iran sind starke Frauen. Sie wurden kurz vor oder während einer Revolution geboren, die fortan die Frauen des Landes zähmen sollte: Ihre Aussagen zählen vor Gericht halb so viel wie die eines Mannes, ihr Anspruch auf ein Erbe ist halb so viel wert wie das ihrer Brüder. Bei offiziellen Auftritten müssen sie sich mit dem Tschador bedecken.

Doch unter dieser starren Oberfläche gehen die jungen, städtischen Iranerinnen geschickt und zunehmend wütend ihre Wege. Viele von ihnen stammen aus intellektuellen Familien, mit besonnenen Vätern und gebildeten Müttern, die trotz der islamischen Revolution im Land blieben. Sie sind aufgewachsen in einer Tradition, die in Gedichten die Schönheit und Macht der Frauen besingt. Und sie sind belesen: 70 Prozent der Studenten in Naturwissenschaften und Ingenieurswesen sind Frauen.

Das Kopftuch als laszives Accessoire

Seit langem wissen diese Frauen, wie sie das obligatorische Kopftuch als laszives Accessoire einsetzen, wie sie Männer verführen und Sexualität leben, ohne ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, wie sie an Alkohol, an verbotene Bücher oder an Dessous kommen. Doch immer stärker wollen sie und ihre männlichen Altersgenossen die individuellen Freiheiten ganz offen leben – sie haben genug von der Heuchelei, der Doppelmoral, den verschwendeten zwischenmenschlichen und intellektuellen Ressourcen. Die jungen Frauen in den Städten des Iran fordern lautstark die Reform.

Es ist sechs Jahre her, dass eine Iranerin das in westlichen Köpfen viel verbreitete Klischee der schwarz gewandeten, lautlosen, bemitleidenswerten iranischen Frau herausforderte. Shirin Ebadi, Anwältin und Menschenrechtsaktivistin, bekam für ihr Engagement für die iranische Demokratiebewegung den Friedensnobelpreis verliehen. In ihrer nachfolgend erschienen Biografie «Mein Iran» (auf Deutsch im Pendo-Verlag, 2006) erzählte Ebadi von den zermürbenden Quälereien des Regimes, von Gefängnisaufenthalten, Hausarresten und der Angst um ihre Töchter. Sie berichtete aber auch von wissbegierigen, mutigen und hochbegabten Studentinnen, von heimlichen Diskussionsrunden und Demonstrationen.

Die Fussballrevolution der Frauen

Zehn Jahre, bevor Ebadis Buch auf Deutsch erschien, hatten es wütende Frauen bereits einmal über die Zensur hinweg in die Medien des Westens geschafft: 1997 stürmten 5000 Iranerinnen ein Fussballstadion in Teheran, um gemeinsam mit ihren Männern einen Sieg des Nationalteams gegen Australien zu feiern.

Viele mehr schrien in der nachfolgenden kurzen Fussballrevolution gegen die Diskriminierung von Frauen an und forderten ein Ende des Stadionverbots. Ausgerechnet Mahmoud Ahmadinejad war es, der 2006 nachgab und das Verbot aufhob – wenn auch mit dem Argument, Frauen würden für mehr Moral in den Stadien sorgen.

Frau Moussavi spricht

Dass die jungen Kämpferinnen für den neuen Iran heute mit Moussavi fiebern, liegt auch – wenig erstaunlich – an dessen Frau. Zahra Rahnavard trägt den traditionellen schwarzen Tschador, meist nur bescheiden aufgefrischt mit Blumenmustern oder farbigen Tüchern. Ihre öffentliche Rolle beschränkt sich zur Zeit auf die Unterstützung ihres Mannes im Post-Wahlkampf. Sie ist eine religiöse Frau und sie erinnert ihre Zuhörer – oder vielmehr die Zuhörer ihres Mannes – gerne an spirituelle islamische Weisheiten.

Doch Zahra Rahnavard ist auch promovierte Politikwissenschaftlerin, langjährige Dozentin und war einst Beraterin des früheren Reform-Präsidenten Mohammad Khatami. Als Ahmadinejad an die Macht kam, musste Rahnavard ihren Posten räumen. Iranische Frauenrechtlerinnen sind sich nicht sicher, wie progressiv die gläubige Akademikerin tatsächlich ist. Eines aber ist klar: Ihre Rede in Teheran wenige Tage vor der Wahl, in der sie den jungen Iranerinnen im Falle der Wahl ihres Mannes mehr Gleichberechtigung versprach, feuerte die Demonstrantinnen an. «Ich bin hier, um für jemand Neues ein Ja einzulegen», sagte eine sorgfältig geschminkte Teheraner Studentin eine Woche später vor dem Wahllokal elegant in die Kamera von Reuters. «Und ein stärkeres, ein sehr starkes Nein für jemand anders. Sie verstehen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.06.2009, 17:17 Uhr

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28 Kommentare

Rene Rey

22.06.2009, 18:58 Uhr
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@ Urs Bleiker. Sie wuerden wohl heute noch gegen das Frauen Stimmrecht in der Schweiz stimmen. In einem brutalen Staat Regime wie in Iran sind es wohl meistens Maenner welche den Frauen Angst machen und sie dazu zwingen, gewisse Aussagen zu machen. Haben Sie dieses System noch nicht durchschaut, mit all diesen brutalen Schlaeger Brigaden auf der Strasse, welche friedliche Demonstranted ermorden? Antworten


Rolf Meierhans

15.06.2009, 19:31 Uhr
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Ahmadinedschad hat in jeder Provinz mit 64 % gewonnen. Egal ob Land oder Stadt. Die Auszählung hat alleine das Innenministerium abgehalten welches Ahmadinedschad untersteht. Noch Fragen? Antworten


Urs Bleiker

15.06.2009, 19:06 Uhr
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@Hani Nahvi: Das ist nicht ganz korrekt. Richtig ist aber sehr wohl, dass hier nun mal das islamische Recht höher entwickelt und moderner ist, während westliche Experten wie Günter Köhnken und amerikanische Forscherkollegen in dieser Frage nur mal - immerhin - erste Gehversuche wagen! Antworten


Daniel Dunkel

15.06.2009, 18:56 Uhr
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@Baumann. Wissen Sie eigentlich was Sie schreiben. 1. Die USA haben sich sehr zurueck gehalten, mit Kritik. 2. Seit Ahmadinejad hat sich garnichts fuer die armen verbessert. 3. Nur mit einer liberalen Regierung und Religion, kann der Weltfrieden laengerfristig gesichert werden (gilt fuer alle Religionen). Antworten


Urs Bleiker

15.06.2009, 18:17 Uhr
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@Bibi Malena: Das fragen Sie bitte den deutschen Gerichtsgutachter Günter Köhniken. Er hat in einem Interview in der Welt-Online vom 03.04.2008 festgehalten, dass v.a. Frauen vor Gericht falsch aussagen. Im Weiteren verweise ich auf diverse Studien zu dieser Frage hiezu im englischsprachigen Raum sowie auf unzälige Falschverurteilungen infolge Falschaussagen von Zeuginnen oder Beschuldigerinnen! Antworten


Hani Nahvi

15.06.2009, 18:16 Uhr
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Bibi Malena : Er hat nur Ahmadinejads Rede von gestern zitiert. Antworten


Bibi Malena

15.06.2009, 17:43 Uhr
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@Urs Bleiker "weil die Aussagen von Frauen weniger zuverlässig sind" was soll das bitte heissen? Antworten


Ronnie König

15.06.2009, 17:19 Uhr
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Ich hoffe für die Gerechtigkeit. Oder wie sagt eine Sure im Koran? Allah ist mit den Standhaften! Das sollten die Theokraten vielleicht auch mal zur Kenntnis nehmen.@Nadine Binsberger: Danke für diese Erinnerung! Leider liest man so was in der BaZ eh nie! Zum Glück gibts ja Peter Scholl-Latour. Antworten


Hani Nahvi

15.06.2009, 17:11 Uhr
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Eine kleine Aktualisierung für die Interessierten : Momentan protestieren im Teheran allein ca. eine Million Menschen (schätzungsweise) gegen die jetzige Situation. Darunter alle Präsidentschaftskandidaten UND Khatami persönlich. Was braucht man mehr für Beweise, dass die Wahl erlogen ist? Die Polizisten sind übrigens importierte Iran-hasser aus dem arabischen Raum!!! Antworten


Robert Holzwart

15.06.2009, 15:53 Uhr
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jetzt zahlt sich das engagement für hisbollah und hamas aus. das iran-regime hat vor der wahl allein in teheran rund 15000 totschläger importiert. ich bin diesen unangenehmen gesellen auf dem flughafen begegnet (zum glück auf dem weg zum abflug...). Gott schütze das Volk... Antworten


Ronnie König

15.06.2009, 15:35 Uhr
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Beginnt nun die Reformation des Islam? Der heutige Islam und Demokratie schliessen sich aus. Aber nach einer Reformation? Bush ist weg, nun geht wohl bald Ahmadinejad. Aber bis die islamische Welt die ist, welche die Jungen in diesen Ländern gerne hätten, werden die Alten zäh an der Tradition hängen. Vor allem die ohne echte Zukunft. Das wird noch einige Zeit Leid bedeuten. Bei uns dauerte es aucg Antworten


Urs Bleiker

15.06.2009, 15:30 Uhr
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Die Aussagen von Frauen zählen vor Gericht halb so viel wie die eines Mannes, weil die Aussagen von Frauen weniger zuverlässig sind, und nicht weil Frauen weniger Wert wären. Und der höhere Anspruch auf ein Erbe ist für männliche Familienmitglieder mit der Verpflichtung verbunden, für weibliche Familienangehörige zu sorgen. Soviel zu dieser Antiislamhetze! Grüsse übrigens an die Zensur! Antworten


Walter Fischer

15.06.2009, 15:06 Uhr
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@Christoph Bühlmann: ich kann nur bestätigen, was Herrn Müller hier schreibt. Ich war in Iran im April 2009 und kann dies bestätigen. In Shiraz (eine Stadt im Süden) sind die Leute sicher gegen Ahmadinejad. Iran sind oft sehr gebildet und lassen sich nicht von einem populistischen Ahmadinejad manipulieren Antworten


Hani Nahvi

15.06.2009, 14:49 Uhr
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Herr Moritz Demeno, Haben Sie schon mal etwas von Manipulation gehört? Das alles hat nichts mit wählen/abwählen zu tun. Ahmadinejad hat deutlich weniger Stimmen als Moussavi erhalten. Ahmadinejad wurde NICHT demokratisch wiedergewählt!!! Antworten


Andreas Steiger

15.06.2009, 14:47 Uhr
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Der Altersmedian im Iran beträgt 26,4 Jahre. Zum Vergleich, in der Schweiz ist der Median 40,7 Jahre. Das politische Gewicht der Jungen im Iran ist also ungleich grösser als hierzulande. Und dass die Jungen Moussavi Ahmedinejad vorziehen ist nun wahrlich kein Geheimnis. Antworten


Nadine Binsberger

15.06.2009, 14:22 Uhr
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In den 50er-Jahren hat die USA eine beginnende demokratisch gewählte, moderne Hoffnung (Präsident Mossadeq) gestürzt, um einen Diktator einzusetzen (Schah). Drauf folgte zu allem Übel sogar ein Gottesstaat. Es bleibt zu hoffen, dass die gegenwärtigen Ereignisse an die unsäglich unterbrochene Mossadeq-Ära damals ideell anknüpfen. Antworten


Hani Nahvi

15.06.2009, 14:14 Uhr
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Da kann ich Herrn Müller nur recht geben. Und nur zur Info : Wir in der schweiz bekommen jetzt gerade nicht mal 5% der Neuigkeiten mit , was in diesem Land in den letzten 3 Tagen passiert ist. Antworten


Stefan Meyer

15.06.2009, 14:08 Uhr
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Vielleicht ist es genau dieser Wahlbetrug, der dass Fass zu Überlaufen brachte und die Bevölkerung nun endlich genug hat vom Arrangieren mit der Diktatur. Und vielleicht ändert sich das Motto: "Öffentlich beten und Zuhause trinken" wieder in "Öffentlich trinken und Zuhause beten", wie es for der Revolution galt. Den Menschen wäre es zu gönnen. Antworten


Christian Merz

15.06.2009, 14:07 Uhr
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Wir wissen: Wer nicht wählen ging (und wen musste man wählen ??), erhielt keinen "Eintrag" in den Pass - folglich ist er erkannt. Die Botschaften hatten extra verlängert offen, aber nicht wegen plötzlicher Demokratie-Freundlichkeit , sondern damit das kontrollierte Wählen stattfinden konnte. Einer ohne "Eintrag" muss es nicht wagen, unter der jetzigen Regierung sein Land wieder besuchen zu wollen. Antworten


Hedvika Post

15.06.2009, 14:02 Uhr
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Irgendwann bald wird es sicher den Quantensprung in den Islamischen Ländern in Richtung Demokratie geben. Antworten


Moritz Demeno

15.06.2009, 13:10 Uhr
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Ahmadinejad wurde (leider) klar wiedergewählt. Er ist in den ländlichen Regionen besonders beliebt. Das war der Ausschlag zum Wahlsieg und sollte vom Ausland respektiert werden. Diese Leute um Ahmadinejad möchten das Land am liebsten wie vor 1500 Jahren regieren. Von der Frauenrolle gar nicht zu sprechen. Die Zeit wird kommen das Volk wird aufbegehren, wie im Iran so in China! Antworten


Peter Müller

15.06.2009, 10:52 Uhr
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@Christoph Bühlmann: sorry to say, aber Sie scheinen definitiv keinerlei Ahnung bzgl. Iran zu haben. 2/3 der Leute in diesem Land leben in Städten, mehr als 33% sind jünger als 30 und genau diese wählten überaus deutlich für Muossavi. Ich bin ca. 8x pro Jahr in Iran und äussere mich deshalb nicht bloss aufgrund von Vermutungen, sondern aufgrund weiss im Gegensatz zu Ihnen von was ich rede. Antworten


Christoph Bühlmann

15.06.2009, 09:47 Uhr
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@ Peter Müller: Es waren ja die "kleinen Leute", die klar für Achmedinejad gestimmt haben; nur in Teheran gewann sein Rivale Moussavi - und da lebt mehrheitlich die Intelligenzija. Hier von "Verlust von Rückhalt" in der Bevölkerung zu sprechen, entspricht überhaupt nicht den Tatsachen. In den Städten des Südens und Ostens gab es eindeutig mehr Wahlplakate und -manifestationen FÜR Ahmedinejad. Antworten


Ronnie König

15.06.2009, 09:44 Uhr
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In Land der Könige war das Volk noch nie Gerwinner. Nach dem Shah die Theokraten. Eine tickende Zeitbombe? Würde mich nicht wundern. In Osteuropa gings auch plötzlich schnell, aber meist friedlich. Antworten


theo tanner

15.06.2009, 09:22 Uhr
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wenn es mit rechten dingen zu un her ging. wiso muss das regime die medienarbeit verhindern? wiso ist es so nervös? Antworten


daniel Steinhauser

15.06.2009, 09:00 Uhr
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möchte gar nicht wissen wieviele von diesen "Demonstranten" in Wirklichkeit amerikanische Agenten sind... Antworten


Peter Müller

15.06.2009, 08:21 Uhr
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Ich reise regelmässig geschäftlich nach Iran. Ich habe noch selten ein solch friedliches und gastfreundliches Land gesehen. Die politische und religiöse Führung ist jedoch wirklich desaströs und verliert zunehmend den Rückhalt in der Bevölkerung. Die wahren Verlierer dieser Wahl sind die einfach Leute, welche den Wandel täglich herbeisehnen und jetzt einmal mehr massiv enttäuscht wurden. Antworten


Rolf Baumann

15.06.2009, 06:55 Uhr
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Die Iraner haben gewählt. Das Ergebins eindeutiger als beim Biopass. Was haben sich das die USA und die BRD einzumischen? Um die Region nicht zur Ruhe kommen zu lasssen? Die Proteste finden im reichen Norden von Teheran statt während die Massen in den südlichen Slums mit dem Resultat zufrieden scheinen. Antworten



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