Diese Frau fordert: Schluss mit Entwicklungshilfe
Von Rita Flubacher. Aktualisiert am 12.06.2009 84 Kommentare
«Die Zahlungen müssen innerhalb von fünf Jahren eingestellt werden.»: Dambisa Moyo.
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Sie ist jung, elegant und eloquent. In der internationalen Gemeinde der Entwicklungshelfer sorgt sie für rote Köpfe, während das US-Magazin «Time» sie als eine der 100 einflussreichsten Menschen feiert. Ihr Buch hat in diesem Frühjahr die Bestsellerliste der «New York Times» gestürmt, was ihr erlaubte, ihren Job bei der Investmentbank Goldman Sachs aufzugeben und als begehrte Interviewpartnerin und temperamentvolle Verkäuferin ihrer Thesen um den Erdball zu jetten. Was sie sagt, verbreitet sich im Nu über Twitter, Facebook, Youtube und unzählige Blogs.
Dambisa Moyo rechnet mit der Entwicklungshilfe ab. Andere tun das auch. Doch kaum eine fällt so auf wie sie. Moyo ist schwarz, stammt aus Sambia, macht gerne ein kleines Geheimnis aus ihrem Alter (sie dürfte auf die 40 zugehen), weil es keine Geburtsurkunde gebe. Die studierte Ökonomin, die ihre akademischen Würden in Harvard und Oxford holte, liebt die Polemik. Der Titel ihres 200-Seiten-Buches heisst «Dead Aid» und ist ein gezielter Angriff auf «Live Aid», das legendäre Konzert von 1985, mit dem Organisator Bob Geldof sein Image als glamouröser Entwicklungshelfer für den afrikanischen Kontinent zimmerte.
Buch aus Frust geschrieben
Ihr Buch, so erklärt sie in Interviews, sei aus der Frustration heraus entstanden, dass man in der Diskussion um Afrikas Zukunft kaum auf Afrikaner höre. Der britische Historiker Niall Ferguson greift in seinem Vorwort zu Moyos Buch zu einem bezeichnenden Vergleich: Die Debatte über den schwarzen Kontinent werde kolonialisiert durch den weissen Mann – durch Rockstars wie Bono, Politiker wie Tony Blair oder durch Wissenschaftler wie Jeffrey Sachs und Bill Easterly.
Wer das nicht kapiert, dem erklärt es Moyo so: «Die meisten Briten würden sich ärgern, wenn Michael Jackson ihnen Ratschläge erteilte, wie man die Kreditkrise löse. Und die Amerikaner wären ausser sich, wenn ihnen Amy Winehouse sagen würde, wie die Immobilienkrise zu beenden sei», erklärte sie kürzlich in einem Interview mit der «Financial Times».
«Entwicklungspolitik macht Armut zum Dauerzustand»
Ihre Diagnose der Entwicklungspolitik ist kurz und bündig: Die Entwicklungshilfe an afrikanische Regierungen fördere die Abhängigkeit, begünstige die Korruption und mache letztendlich schlechtes Regieren und Armut zu einem Dauerzustand. Mit diesem Befund mögen Entwicklungshelfer möglicherweise noch halbwegs einverstanden sein.
Energisches Kopfschütteln löst Moyos radikale Forderung aus: Die Zahlungen müssen innerhalb von fünf Jahren eingestellt werden. Afrika brauche Direktinvestitionen, fairen Handel und Mikrokredite.
«Ausländischen Entwicklungshelfer wollen nichts ändern»
Was die Entwicklungshelfer aber endgültig in Rage bringt, ist eine weitere Diagnose von Moyo: Die ausländischen Entwicklungshelfer hätten ein grosses Interesse am Status quo. Wäre ihre Hilfe erfolgreich, würden sie ihren Job verlieren.
Kein Wunder also, prasselt die Kritik von allen Seiten auf die heute in London lebende Sambierin nieder. «Ihre Ideen sind schädlich und könnten zum Tod von Millionen Menschen führen», sagt Jeffrey Sachs. Moyo liefere Gegnern der Entwicklungshilfe willkommene Argumente, um Budgets zu kürzen, warnen andere Experten. Bob Geldofs Entwicklungshilfe-Organisation One startete gar eine E-Mail-Kampagne gegen «Dead Aid». Was man in Afrika nicht überall goutierte. Man habe es nicht nötig, von Geldofs Organisation mobilisiert zu werden, schrieb ihm eine bekannte Sambierin zurück.
Moyos Selbstbewusstsein trägt Früchte. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 12.06.2009, 08:44 Uhr
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84 KOMMENTARE
Reflexionen und Reformen sind wichtig, jedoch wirft sich eine dringende (rheth.) Frage für mich auf: Wer hat "Fair Trade" eigentl. als "wirksam gg. Abhängigkeit & Armut" aus der Taufe gehoben? Um es dann in mühevoller Millimeterarbeit in über 20 Jahren gegen marktwirtschaftl. Stukturen in Nischen den Konsumenten zugänglich zu machen? Ich bitte um ein bisschen mehr Respekt, Frau Moyo. Danke.
Buchanfrage zum Artikel über "Moyo Dambisa": Sehr geehrte Frau Flubacher ein Kunde unserer Buchhandlung fragt, ob es den Titel bereits auf Deutsch gibt. Meine Suche ergab nichts. Haben Sie mir einen Hinweis? Mit freundlichen Grüssen Danielle Pfister Bücher Balmer AG in Zug danielle.pfister@buchhaus.ch
Die Präsidentin von Liberia, hat unlängst in der “Washington Post” beschrieben, dass Afrika eben nicht nur aus Flüchtlingen in Darfur und Diktatoren in Zimbabwe besteht. Sondern auch aus Ländern wie “Ghana, Tanzania, Mozambique und Liberia, in denen sich leise eine Wende zum Besseren vollzieht. Nicht alles, aber einiges davon ist das Ergebnis vernünftiger Entwicklungshilfe.
Es freut mich, dass die Aussagen von Frau Moyo hier auf so gute Resonance stossen. Ich kann diese Aussage sehr unterstützen, nicht nur auf Afrika bezogen. Länder, die sich gegen die Einmischung der UNO wehren, sollte vermehrt unterstützt werden! Direkthilfe und Mirkokredite bringen langfristig mehr, sowohl an EInkommen als auch an Selbstbewusstsein für die Menschen in den "Entwicklungsländern".
da die Entwicklungshilfe in den meisten Ländern wenig bringt, wäre es vielleicht wirklich an der Zeit einmal etwas Neues zu versuchen. Viel schlimmer als jetzt kann es ja wohl kaum werden. Geld und Waren zu schicken die von Gaunern abgefangen und weiterverkauft werden, war ja wohl nicht die Idee hinter der Entwicklungshilfe?
Der Artikel greift einen einzigen Aspekt des Buches auf. Und wer von "Entwicklungshilfe" spricht, weiss nicht um was es geht. Grossenteils wird Entwicklungszusammenarbeit betrieben. Die Frau betreibt vor allem Selbstmarketing. Und da ist eine sogenannt provokative These viel einträglicher, als eine differenzierte Sichtweise, die einen echten Beitrag darstellen würde. Zum vergessen..
@Nadine Binsberger: "Wenn daraus eine breite und nachhaltige Emanzipation resultiert, ist Entwicklungshilfe erfolgreich." Sind Sie ernsthaft der Meinung, dass wenn die Schweiz (bzw. die DEZA) unser relativ geringes Entwicklungsbudget auf 24 Schwerpunktländer verteilt, Entwicklungshilfe erfolgreich sein kann?? dass bei Verzettelung auf 24 Schwerpunktländer nachhaltige Entwicklung möglich ist??
Es ist wirklich interessant, von jemanden, der selber aus einem Entwicklungsland kommt, zu hoeren, dass Entwicklungshilfe in dieser Form ein Fass ohne Boden ist. Das sollten sich vor allem die Linken und Gruenen zu Gemuete fuehren. Ronnie Koenig, Sie scheinen ja auf alles immer eine "richtige"Antwort zu haben. Was nuetzen in diesen Staaten Demokratien, wenn die Leute nichts damit anfangen koennen?
Mutige BZ Mit der Veröffentlichung dieses Berichts beweist die BZ, dass sie sich von der weitgehend linksunterwanderten Presse abzuheben weiss. Sie greift damit ein wichtiges Tabu-Thema auf. Gratuliere! Für das Schweizerische Parlament ist Moyos Buch Pflichtlektüre für die kommende Sommerpause.
@Susanna Pap: mit "Fair Trade" ist nicht diese Unart gemeint, Bauern mit überhöhten Preisen in ihrem Status als Bauer zu halten anstatt sie zu animieren, einen besser bezahlten Job zu suchen und Bewohner reicher Länder abzuzocken. Gemeint mit "fairem Handel" ist das, was in den Wirtschaftswissenschaften darunter verstanden wird: gleiche Regeln für alle, keine Subventionen, offene Grenzen.
e-Hilfe gänzlich zu streichen, kann nicht die lösung sein. mindestens kurzfristig nicht! was die e-hilfepolitik aber braucht, sind neue konzepte. z.b. sollte die zusammenarbeit auf regierungsebene gänzlich einstellt werden. stattdessen nur noch direktbetroffe unterstützen, die ihre bedürfnisse klar äussern und definieren können. die meisten polit. sind korrupt und lachen nur über unsere naivität
Na klar, so einfach ist das! Wir müssen nur die Helfer beseitigen und schon lösen sich alle Probleme wie von selbst. Schaffen wir die Entwicklungshilfe ab, dann gibts keine Armut mehr. Weg mit der Feuerwehr, dann gibts sicher auch keine Feuer mehr. Weg mit der Polizei und schwupps haben wir keine Kriminalität und zu guter Letzt, weg mit den Grünen, dann gibts auch keine Umweltverschutzung!
So lange es Sozialromantiker gibt wie diesen unerträglichen Jean Ziegler, der das Enteignungsprogramm von Mugabe (das dem Land den Rest gab), als "wichtig für das Selbstwertgefühl der Afrikaner" bezeichnete, so lange wird es nicht besser werden können.
Ich bin Schweizer, lebe aber seit 10 Jahren in Indonesien (Bali). Die Situation in anderen Ländern kann ich nicht beurteilen, aber wenn die Indonesier die Korruption erfolgreich bekämpfen würden und die –vorhandenen- und so frei gewordenen Gelder den normalen Menschen (oder einer guten Regierung?!) zur Verfügung stünden, wäre dieser Betrag ungefähr hundert Mal grösser als alle Entwicklungshilfe, die Indonesien aus der ganzen Welt bekommt, zusammen! Und das Jahr für Jahr.
Die Frau hat recht, die Hilfe geht eh nur in die Hosentaschen der Politiker!
Frau Moyo hat absolut recht! - Ein (weiteres) Beispiel sind die unsäglichen Kleidersammlungen: Diese haben dazu geführt, dass die Baumwollproduktion und Textilindustrie in einigen (ost-)afrikanischen Staaten völlig zusammengebrochen ist. - Hauptsache, man kann sein gutes Gewissen vor sich hertragen und die linke Entwicklungshilfe-Maschinerie wird mit -zig Millonen gefüttert!
Da hat diese Frau volkommen recht. Klar wollen die "Geldgeb er" weiter geldgeben, das macht Afrika abhängig! Das Geld (unser Steuergeld) geht dort hin, wo man es nicht braucht, zu den Profiteure und korrupte Beamten, aber nicht an die Bevölkerung. Dort soll das Geld hin mittels Kleinkredite
Was trägt diese Frau eigentlich zur Entwicklung bei? Solche Kritiker gibt es viele. Geändert hat sich nichts! Wir wollen höchstens sparen, hab ich den Eindruck. Dass der Karren verfahren ist wissen wir, aber eine Lösung ist nicht in Sicht. So werden noch viele vom Süden in den Norden flüchten! Demokratie wäre die Lösung, aber dies würde unsere Konzerne im Profit einschränken.
Dass die Vorschläge von Frau Moyo der Entwicklungshilfeindustrie nicht behagen, versteht sich von selbst. Wenn man aber sieht, dass ein grosser Teil der Entwicklungshilfegelder in Korruption, Gegengeschäfte und Löhne für Entwicklungshelfer aus höher entwickelten Ländern fliessen, dann ist es kein Wunder dass Entwicklungshilfe nichts nützt. Vermutlich hat Frau Moyo den Nagel auf den Kopf getroffen.
Entwicklungshilfe nützt nur den Entwicklungshelfern. Sie machen damit Karriere. Da kommt eine und sagt die Wahrheit und schon geht das Gezetter los. Man stelle sich vor all die UNO-Karrieristen in ihren klimatisierten SUVs, die Karrieristen bei der DEZA, die Profihelfer bei Worldvision, die Subventionsempfänger bei den schweizerischen NGO wie Brot für Brüder: Sie alle müssten am Hungertuch nagen!
Endlich eine Frau, die den Mut hat, die Dinge beim Namen zu nennen. Hoffentlich setzt ihr Selbstvertrauen ein positives Zeichen und Afrika nimmt seine Zukunft selbst in die Hand. Dies bedingt jedoch, das die käuflichen Frontmänner durch Leute ersetzt werden, die am nachhaltigen Bestand der ethnischen Vielfalt und Ihrer Kultur interessiert sind und am Fortschritt für Ihr Land arbeiten.
Nicht nur die Entwicklingshilfe schadet, auch die Art wie Fair Trade Organisationen arbeiten. z.B. Max Havelaar, eine von den CH Landeskirchen geführte Stiftung opeiert mit vielen Auflagen für die Baueren im Südlichen Teil des Planeten, doch wie alle wissen haben die Kirchen in ihrem 1600 jährigen Bestehen noch nie den Armen wirklich gehofen. Helfen mit Auflagen = ich bestimme!
ich denke, alle entwicklungs-organisationen in einen topf zu schmeissen, greift zu kurz... aber grundsätzlich trifft frau moyo sicher das problem. wer sich entwicklungs-HELFER nennt, kann ja nur von oben herab handeln und ist somit teil des problems... nur - wer garantiert, dass sie nicht aus derselben profilierungs-sucht ihre thesen verbreitet, wie bono und geldof & co ihre programme vermarkten?
Christoph Blocher hat das schon vor einiger Zeit gesagt und wurde dabei in bewährter Manier von linken Kreisen(Gutmenschen und Betroffenheitsfanatiker) angegriffen. Jetzt wo es eine schwarze Frau sagt, hört man zu und pflichtet sogar grösstenteils zu. Das lässt tief blicken und sagt eine Menge über Schweizer Politik aus!
Wenn man die z.T. zynischen und menschenverachtenden Kommentare liest, so scheint es, dass gewisse Leute, die sowieso noch nie einen privaten Franken für Entwicklungshilfe ausgegeben haben, froh sind, dabei kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen. Aber meist nicht bereit sind, für ihren Lebenstandard, den sie u.a. Produkten aus den betr. Ländern verdanken, einen gerechten Preis zu zahlen.
Die 5 grössten Probleme Afrikas: 1. Korruption und Vetternwirtschaft 2. Korruption und Vetternwirtschaft 3. Korruption und Vetternwirtschaft 4.Bevölkerungswachstum 5. mangelnde Entwicklungshilfe
Frau Moyo's Buch sollte Pflichtlektüre für alle Politiker werden, von Gemeinde- bis Bundesebene ! Mit den Entwicklungs-"Helfern" und deren Organisationen verhält es sich wie mit der Sozialarbeiter-Industrie. Sie halten Ihre Klientel bewusst in der Abhängigkeit und haben kein Interesse an einer verbesserten Lebenssituation ihrer Klientel, weil sie sonst überflüssig und arbeitslos würden !
Habe selber lange in einem Entwicklungsland gelebt, kann dem zustimmen, aber das Gegenteil wäre auch fatal, denn dann würden die Extremisten einen enormen Aufschwung erleben. Man muss die politische Kaste erziehen und die entsprechenden fähigen Leute, die es auch in solchen Ländern gibt, fördern, dann kann man längerfristig auch Erfolge erzielen.
@Jonas Kühner: Vergessen Sie nicht, die asiatischen Tigerstaaten profitierten und tuns immer noch zum grossen Teil von der Unterstützung vom Internationalen Währungsfonds, einer UNO Institution, und der Asiatischen Entwicklungsbank ADB. Ganz ohne Entwicklungshilfe lief dieser Prozess also nicht ab. Der wichtigste Punkt ist aber, dass sich Länder inkl. ihre politische Spitze auch ändern wollten!
Frau Moyo liegt mit ihren Thesen absolut richtig, demzufolge ist es absolut logisch dass sich die gesamte Entwicklungs-"Hilfe"- Industrie empört. Finanzielle Eigeninteressen sind nach wie vor wichtiger als Erfolge an der Front.
@Anna Müller: Ich bin mir bewusst, dass viele Uniabgänger in diesen Ländern stellenlos sind. Allerdings ist das Niveau der Ausbildung sehr tief. Das beginnt leider bereits in der Grundschule, wo ein/e Lehrer/in bis zu 80 Kinder betreut und nebenbei einem Zweiterwerb nachgehen muss, weil der Lohn nicht ausreicht. Diejenigen, die ins Ausland können, tun das auch. Das nennt man dann Brain Drain..
Wie und wo kann man Frau Dambisa Moyo unterstützen? Für den "verlorenen Kontinent" Afrika wäre es ein Segen, wenn aus diesen - übrigens keineswegs neuen - Gedanken eine starke Bewegung resultierte, die einen Einfluss auf Politik und Wirtschaft ausüben könnte.
Systemisch gesehen werden Entwicklungshilfe Gelder häufig für Waffenfinanzierungen missbraucht, wobei die Länder welche Entwicklungsgelder bereitstellen auch die Waffenhersteller sind oder diese unterstützen und diese Verkäufe auch nicht unterbinden. Mit den Entwicklungsgeld finanzieren wir teilweise somit direkt die Waffenindustrie. Speziel viele Minen, Gewehre und Munition kommen so in Umlauf.
Das volkswirtschaftliche Institut der Universität St.Gallen konnte statistisch nachweisen, dass das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Dritten Welt umgekehrt proportional zur Höhe der Entwicklungshilfe verläuft (Jäger, 2006). Die boomenden Länder in Asien waren vor 50 Jahren auf dem gleichen Stand wie Afrika. Ohne Entwicklungshilfen konnten sie sich zu Wirtschaftsmächten entwickeln.
Entwicklungshilfe war und ist sehr oft Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn daraus eine breite und nachhaltige Emanzipation resultiert, ist Entwicklungshilfe erfolgreich. Wichtig ist aber, daß durch die erfolgreiche Emanzipation der einen, nicht die anderen wieder unter die Räder kommen, die immer noch auf Hilfe (zur Selbsthilfe) angewiesen sind.
Solange in den westlichen Ländern soviel Agrar-Subventionen bezahlt werden hat die Entwicklungshilfe einen schweren Stand. Es gibt nur eins 1. Subventionsbezüger offen legen. In der EU ist dies geschehen, in der Schweiz aber bleibt alles geheim. 2. die Höhe der Direktzahlungen sollte begrenzt werden.
"Herr Seitz. Wissen Sie, dass in den Hauptstädten Afrikas ein einheimischer Studienabgänger mit exzellentem Abschluss kaum Aussicht auf eine Stelle hat und dass tausende arbeitslos rumsitzen müssen, während Ausländer in ihrem Land gut bezahlte Kaderstellen derselben Fachrichtung besetzen!?
Frau Moyo hat recht. Seit Jahrzehnten liefern Hilfsorganisationen Hilfe für Afrika. Was ist dabei herausgekommen? Nichts, ausser dass ca 1% der Bevölkerung einen etwas besseren Lebenstandart aufweisen kann, ist alles. Wer hat Angst, beim Hilfs-Erfolg den Job zu verliern?Dass da etwas falsch läuft,zeigen die zunehmenden Flüchtlingszahlen aus Afrika, die Diktatoren machen dabei ein gutes Geschäft!
Man muss auch bedenken, warum der reichste Kontinent seit langem der ärmste ist und wer sich jahrhundertelang bis heute daran bereichert. Wenn man gleichzeitig mit der Einstellung der Zahlungen auch die Kredite streicht und sich nicht mehr an Afrika's zahlreichen (Boden)schätzen vergreifen darf ohne dass der grösste Teil des Gewinns in die Infrastruktur Afrikas fliessen muss, warum nicht!?
Aus Entwicklungshilfe ist ein grosskapitalistischer Geschäftsbereich geworden, der die Entwicklungshilfe fadenscheinig dazu benützt, dass sich einige Menschen damit unheimlich berreichern können. Was die Entwicklungshilfe auch geworden ist, sie ist eine grosse wichtige Bühne für selbstgefällige Politiker, Privatökonomen und Künstler, welche Entwicklungshilfe für ihre eigenen Interessen nutzen.
Direktinvestitionen sind ein gutes Mittel, allerdings vergisst Frau Moyo, dass ausländische Unternehmen, die inviestieren wollen, Rechtssicherheit und genügend gut ausgebildete Arbeitskräfte benötigen. Wie soll denn dieser Zustand erreicht werden, wenn nicht mit Unterstützung von aussen? Eben ja, mittels Entwicklungshilfe... Leider schaffen dies viele Staaten (nicht nur in Afrika) nicht alleine.
Die Korruption und Misswirtschaft verschwindet nicht mit dem Ende der Entwicklungshilfe! Aber diese Frau hat recht. Nur ist sie nicht die erste mit dieser Erkenntnis. Und wenn die westl. Konzerne fairer wären, wäre schon einiges gewonnen. Ob Inder und Chinesen sich dafür interessieren werden? Das sind die nächsten Player!
Vor 150 Jahren waren weite Teile der Schweiz das Armenhaus Europas. Stellt euch mal kurz vor wie die Schweiz aussähe, hätte eine fremde Macht das damals herrschende Feudalsystem mit Milliarden bis heute am Leben erhalten... Und - Entwicklungshilfe ist zynisch wenn bis zu 80 % des investierten Geldes in Form von Projektierung/Material/Fachkräften etc. wieder zurück in die Geberländer fliessen.
Entwicklungshilfe unterstützt oft die falschen Kräfte! Gegen die Armut in den Entwicklungsländern können wir alle etwas tun indem wir konsequent nur noch Fair Trade Produkte kaufen! Erst wenn sich keine einzige Banane, kein Teebeutel und keine Kaffee Bohne mehr absetzen lässt ohne das Fair Trade Label, erst dann werden die Menschen in den Entwicklungsländern eine faire Chance erhalten.
Entwicklungshilfe kann man nicht pauschalisieren. NGOs arbeiten oft mit kleinen Kleinbauern (via Fairem Handel und Mikrokrediten). Auf Regierungsebene leisten die Regierungen entweder direkte Unterstützung oder indirekte via UNO etc.). Die Forderung nach fairem Handel (=gerechte Handelsbedingungen) verstehe ich. Europa und USA wollen allerdings ihre Bauern nicht opfern (=Subventionen streichen)!
Endlich mal eine Person, die's auf den Punkt bringt! Entwicklungshilfe ist ein Fass ohne Boden. Es wird Geld, extrem viel Geld reingepumpt. Und was passiert sonst weiter? Nix, rein gar nix. Aber wieso soll sich vor Ort auch etwas ändern, bzw., wieso sollten Projekte dazu führen, dass sie selbsttragend/selbsterhaltend werden und bleiben? Das Geld fliesst ja trotzdem weiter!
Recht hat sie, uach wenn dies durchaus keine neue Erkenntnis ist. Solange 1 KG Zucker aus der Schweiz in Afrika billiger verkauft wird als dort hergestellter Zucker, wird nichts geschehen.Aber wer will daran schon was ändern? Die Frage ist auch, warum können Amerikaner, Europäer, Chinesen und was auch immer grosse Ländereien in Afrika kaufen? Für was wohl?
Der momentane Zustand ist völlig klar. Wenn man auf dem Markt Reis gratis bekommt, wird es NIE eine Wirtschaft geben und die letzten Bauern die noch Reis angebaut haben, werden damit aufhören. Katastrophenhilfe ist eine feine Sache. Entwicklungshilfe darf aber nur in Form von Schulen geschehen. Schulen die diesen Leute klar zeigen, dass sie ausgebeutet werden und sich wehren müssen. Status quo.
Wer das Buch "The Economic Hitman" von John Perkins gelesen hat, versteht die Motive, wieso Nationen grösstes Interesse an der Abhängigkeit der Entwicklungsländer zu den Industriestaaten haben. Damit erkaufen sie sich die Nutzrechte der Bodenschätze. Zwar schaffen sie einige Arbeitsplätze im Land selbst, die Gewinne werden aber wieder ins Industrieland zurückgeschafft und dort re-investiert.
Die korrupten afrikanischen Staatschefs verdienen ihr Geld ja oft dadurch, dass sie vom Westen Geld wegen des Kolonialismus verlangen. Der Westen bezahlt und der Diktator kauft sich Panzer, Luxuslimousinen etc. Entwicklungshilfe sollte nur in Projekte zur Förderung der Demokratie gegeben werden. Aber das wollen die afrikanischen Staatschefs natürlich nicht. Deshalb lieber kein Geld mehr senden!
Entwicklungshilfe? In der jetzigen Form völlig kontrapunktiv, also weg damit. Irgendwer sagte mal: "Entwicklungshilfe ist, wenn die Armen der reichen Länder für die Reichen der armen Länder spenden". Bleibt zu hoffen, dass der Kampf dieser couragierten Lady etwas bringt.
Seit 26 Jahren erlebe ich Entwicklungshilfe in einem Entwicklungsland. Der Vorgang hatt immer das gleich Schema. Zuerst ein fesches Auto, dann ein schoenes Buero, guten Gehalt, dann gibt es irgend ein Projekt wo viel zu viel gezahlt wird fuer die Leistungungen, nach hoechstens zwei Jahre hauen alle wieder ab und nach einem Jahr ist alles schon kaputt. Gluecklicherweise nie mit meinem Steuergeld.
Es gibt viele Arten der "Entwicklungshilfe"; der Westen liefert Geld seiner Steuerzahler/Bürger und hält damit die Türen auf für skrupelose Ausbeutung der Rohstoffe durch seinen Wirtschafts-Komplex, der wiederum mit seinen Produkten/Dienstleistungen die gleichen Steuerzahler und Bürger überschwemmt und abhängig macht. China schickt kein Geld, sondern kolonisiert - zielgerichtet und effektiv.
Bravo, endlich mal eine die es sagt! Sie hat absolut recht. Hoffentlich hören das auch gewisse Leute in der CH. Seid XX Jahren wird dort Geld rein gebuttert und nichts bringts, das gegenteil ist der Fall.
Gehe mit Moyo überein. Statt verrottete Regimes mit Hilfen über Wasser zu halten (auch Nordkorea), sollte man sämtlich Hilfe stoppen, bis der Leidensdruck dort so gross ist, dass sich etwas ändert. Das ist zwar unmenschlich, aber genauso unmenschlich ist es, das weiterzutreiben. Und ja, ich hatte in der Elfenbeinküste die UN-Mitarbeiter gesehen. Goldkettchenbehangene Playboys waren das.
Schön, dass es wieder mal jemand wagt, eine solche These aufzustellen. Wer schon FREIWILLIGEN-Arbeit in Afrika gleistet hat, weil er unterstützen WILL - und nicht muss, weil er dafür ein ansehnliches Gehalt erhält - und sich auf dieselbe Ebene stellt, die AfrikanerInnen als Partner sieht, der weiss, dass die Dame nicht ganz unrecht hat.
Wo Sie recht hat,hat Sie recht. Afrika ist der reichste Kontinent was Bodenschätze betrifft. Jedoch sind all die Erdölfelder und Minen staatlich kontrolliert und Lizenzgebühren werden von westlichen Firmen direkt mit dem jeweiligen Präsidenten ausgehandelt. Das diese Einahmen auf deren Privatkontis verschwinden scheint in den Industriestaaten niemanden wirklich zu stören .
Ich bewundere diese Frau für Ihren Mut, die Entwicklungshilfe anzuzweifeln; man Bedenke auf was für eine Empörung sie stosst. Ihre Argumente sind aber nachvollziehbar.
die wahrheit ist halt manchmal unbequem für manche leute und passt nicht so gut in ihr gut gemeintes aber nicht sehr hilfreichen helfer syndrom. die erkenntnisse von frau moyo würden auch noch in einigen andern bereichen passen. es sollte aber nicht alles gestrichen werden, sonder man sollte sich mal wirklich überlegen wo und wie man hilft.
Da hat die gute Frau wohl genau den richtigen Nerv getroffen. Ich bin schonlange der Meinung, dass Entwicklungshilfe in der heutigen Form keinen NACHHALTIGEN Nutzen bringt. Warum nicht so versuchen, wie sie es vorschlägt? Ich denke, das würde in kürzester Zeit einen höheren Nutzen bei wei günstigeren Kosten bringen. Erfolgreiche Beispiele im Kleinen gibt es bereits.
Mme. Moyo's Thesen sind weder innovativ noch falsch. Allerdings dürfte wohl kaum ein staatliches Stipendium die erklecklichen Studiengebühren für die im Artikel aufgeführten, elitären Bildungs-Institute beglichen haben. Mme. Moyo, sofern in Sambia geboren, hat nun wegen ebendiesen Missständen die Möglichkeit sich zu profileren - und dabei eine längst bekannte Wahrheit zu verkünden.
Frau Dambisa Moyo hat recht. Auf der einen Seite werden Almosen gegeben und auf der anderen Seite die Märkte gesperrt und subventioniert. Ein normaler Handel ist für die betroffenen Länder nicht möglich. Länder mit Rohstoffen werden ausgebeudet. Viele "Hilfsorganisationen" leben selbst von der Hilfe ohne einen Nutzen zu bringen. Ganz Übel sind die Wasser-, Kinder-, Aids-, usw Kampagnen.
Leider ist es so, dass die "Entwicklungsindustrie" wie auch die "Ökoindustrie" riesige Dimensionen angenommen haben. Ein riesiges Netzwerk aus verschiendensten Interessengruppen halten den (leider nur teilweise) mündigen Bürger auf trab und berieseln diesen medial mit sich ständig steigernden Horrorszenarien. Leider ist die Medizin wohl meist wichtiger für den "Arzt" als den "Patienten"...
Die Wahrheit tut wehe… Es ist offensichtlich und die Tatsche das bis jetzige Politik in Afrika nicht gebracht hat aus dem, wie sie schreibt „.. die Abhängigkeit, begünstige die Korruption und mache letztendlich schlechtes Regieren und Armut zu einem Dauerzustand…“
Alle Entwicklungshilfe zu streichen scheint mir leicht übertrieben. Allerdings finde ich die aktuelle Situation tatsächlich herausgeworfenes Geld. Vielmehr müsste die Hilfe an konkrete Bedingungen und Projekte geknüpft werden, damit die Korruption in vielen Staaten nicht weitere Nahrung bekommt. Moyos Forderung nach Investitionen, fairem Handel und Mikrokrediten ist demzufolge aber sehr vernünftig
Ich unterstütze die Aussagen von Frau Moyo. Afrika wird nie zu Selbstbewusstsein & Selbständigkeit finden, solange es von Europa/USA bevormundet wird, auch wenn dies eine schwere Übergangszeit bedeutet. Die Lebensmittellieferungen bewirken i.d.R. (ausser bei Naturkatastrophen und Kriegen) lediglich eine Zerstörung der lokalen Landwirtschaft. Stoppt die Waffenlieferungen, das ist viel wichtiger!
Ich bin auch der Ansicht, dass sich in der Beziehung zu "Drittweltländern" dringen etwas ändern muss. Unsere westlichen Nationen beuten diese Nationen immer noch aufs Gröbste aus und dies funktioniert mitunter nur, weil wir sie durch Entwicklungshilfe an der kurzen Leine halten können.
Als ehemaliger "Fremdarbeiter" in Afrika kann ich jede Aussage betreffend Entwicklunspolitik unterschreiben. Aber solange die UNO und damit soviel Personal an diesem Tropf hängen wird sich leider nichts daran ändern. Afrika ist relativ der grösste Geldempfänger und müsste gemessen an dem weit vor den asiatischen Ländern liegen. Afrika hat besseres verdient als die Hilfe von UNO und Konsorten.
Moyos Thesen kann man 1:1 auf unseren Sozialstaat übertragen. Viele sind "sozial", weil ihnen das 8000.- Fr. im Monat einbringt. Ob deren Arbeit etwas bringt, wird nicht in Frage gestellt - anderenfalls kommt der Sozialdarwinismus/Neoliberalismus-Totschläger zum Zuge.
Diese Frau hat absolut Recht. Das Beste wäre Kleinkredite, so müssen die Leute etwas selber tun und nicht zur Untätigkeit verurteilt werden. Natürlich haben die Entwicklungshelfer keine Freude daran, sie leben schlussendlich sehr gut davon, es ist in ihrem Interesse, dass Afrika arm bleibt, so sind ihre jobs für lange gesichert.
Moyo hat absolut recht mit Ihren Thesen. Wie lange schon gibt es diesen Status quo. 20, 30, 40 oder noch mehr Jahre, in denen der Westen sein schlechtes Gewissen mit irgendwelchen skurrilen Entwicklungshilfen zu beruhigen versucht? Die grenzenlose Arroganz des Westens - Afrika kann nur mit unserer Hilfe überleben - zeigt einmal mehr wie degeneriert und beschränkt unser Weltbild geworden ist.
Es ist allüberall das gleiche System. Armut ist ein Wirtschaftszweig. Auch hierzulande verdienen mit der Versorgung der Armen zehntausende Verwalter und Sozialarbeiter sehr gute Löhne. Und sie achten darauf, dass sie ihre Jobs nicht verlieren. Das bedeutet, nur so viel Unterstützung bieten, dass die Armen dort bleiben, wo sie sind. So ist das System weltweit, ausgeprägt in Afrika und auch hier.
Da verlieren aber viele Gutmenschen ihren Job und Lebenssinn. Was machen wir mit dann denen?
Wer Afrika und seine Bewohner kennt, kann Dambisa Moyo nur zustimmen. Trotzdem überrascht es mich, dass so viele Bücher verkauft wurden. Ob auch alle Leser verstehen, um was es Moyo geht und ob sich in Afrika etwas ändern wird, sei in Frage gestellt. Wichtig ist aber, dass uns endlich jemand sagt, dass wir Weissen nicht alles richtig machen. Vielleicht sollten wir mehr von den Afrikanern lernen!
Die vereinigte Front der selbstprofitierenden Gutmenschen wird sie medial niederknüppeln. Sie wird sie als Schwarzfaschistin, als Globalisierungsfetischistin oder ganz einfach als dumm und rückständig abqualifizieren. Die meisten "weissen" Medien werden dieses Spiel mitspielen.
Wenn es so wie wir es jetzt tun nicht funktioniert, dann ist ein ganz anderes Konzept mindestens in Erwägung zu ziehen. Eventuell bringt dies ja die Wende. Und sonst können wir wieder zum alten zurückkehren...
Recht hat sie: Schluss mit Almosen, her mit den fairen Handelsbedingungen, damit sich die afrikanischen Wirtschaften endlich regulär entwickeln könnten. Kostet uns allerdings etwas mehr.
«Afrika braucht Direktinvestitionen, fairen Handel und Mikrokredite.» Finde ich auch.
Endlich spricht es mal jemand aus, der auch Gewicht hat. Die Entwicklungshilfe-, Sozial- und NGO-Industrie ist seit längerem mehr daran interessiert, ihr eigenes Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten, als in der dritten Welt wirklich dauerhaft etwas zu verändern.
Guten Tag Ich bin exakt der selben Meinung. Wer nicht sieht dass die öffentliche Entwicklungshilfe kläglich gescheitert ist, sollte wirklich sich einmal ein Bild vor Ort machen.
Da hat die Dame aber völlig recht. Entwicklungshilfe ist ein Milliardengeschäft. Es werden Spitzenlöhne bezahlt für die Mitarbeiter und vor allem für die Manager. Und das schöne an der ganzen Geschichte ist, es wird nicht mal kontrolliert, also können die Entwicklungshelfer mit der Kohle verfahren wie sie wollen. So etwas würde ich auch nicht aufgeben wollen.
Dambisa Moyo hat sowas von recht!Fairen Handel, Mikrokredite, Direktinvestitionen die Sinn machen für Afrika.Das die "Verwicklungshelfer" ihren Job verlieren könnten, ist schön gesagt. Nicht alle Programme sind schlecht, aber von denen hört man viel zu wenig, da keine "Promis"mit Profil-Neurose dahinter stehen, dies ist nicht nur in Afrika so.
Frau Moyo erzählt hier nichts Neues. Sie hat ja recht. Ich kann aber irgendwie nicht zu den gleichen radikalen Schlüssen kommen. Aber überdenken muss man Entwicklungshilfe sowieso dauernd. Da darf sich nichts "bequem einnisten". Und auch da hat sie recht: es gibt immer welche, die am Elend anderer verdienen. Leider.
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