Dubai greift Israel an
Zwei der verwendeten Identitäten: Personen aus Irland. (Bild: Keystone)
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«Ich läute die Alarmglocke», sagte Dubais Polizeichef Dhahi Chalfan am Dienstag. Israel fälsche «im grossen Massstab» Reisedokumente westlicher Länder. Die betroffenen Staaten müssten sich dieser «nie dagewesenen Praxis» entgegenstellen.
Die Behörden von Dubai machen den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für die Ermordung des Hamas-Führers Mahmud al-Mabhuh verantwortlich, der am 20. Januar tot in einem Luxushotel in dem Emirat aufgefunden worden war. Der Fall belastete das Verhältnis zwischen Israel und der EU. Mehrere mutmassliche Täter hatte sich für die Reise nach Dubai Pässe europäischer Staaten organisiert, darunter aus Grossbritannien, Irland und Deutschland sowie aus Australien.
«Erstaunt über das Ausmass»
Die internationale Polizeibehörde Interpol hatte erst am Montag eine Fahndung nach 16 weiteren Verdächtigen eingeleitet. Der Schweizer Bundesrat teilte unterdessen mit, es gebe bislang keine Anhaltspunkte, dass die Schweiz als Operationsbasis eine Rolle gespielt habe.
Seitdem Dubai bei der Einreise in das Golfemirat strengere Kontrollen für Reisende aus dem Westen eingeführt habe, seien Dutzende weitere Pässe entdeckt worden, die auf die gleiche Art manipuliert worden seien, sagte Polizeichef Chalfan. Er sei «erstaunt über das Ausmass des Phänomens». Chalfan wollte keine genauen Angaben zu den Reisenden mit den gefälschten Pässen machen. Er deutete aber an, dass es sich um Spione handeln könnte. (sam/sda)
Erstellt: 09.03.2010, 15:22 Uhr
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