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Düstere Klimaprognosen für arabische Länder

Eine in Beirut vorgelegte Studie des Arabischen Forums für Umwelt und Entwicklung beunruhigt die arabischen Länder. Prognostiziert werden unter anderem Kriege ums Wasser

Riesige Länder, winzige Trinkwasservorräte: Arabische Länder wie Marokko.

Riesige Länder, winzige Trinkwasservorräte: Arabische Länder wie Marokko.
Bild: Keystone

Die Wasserknappheit in den arabischen Ländern wird sich einer neuen Studie zufolge bei einer fortschreitenden Erderwärmung weiter verschlimmern. Zugleich werde der Anstieg der Meeresspiegel grosse Landstriche vernichten, heisst es in einem Bericht des Arabischen Forums für Umwelt und Entwicklung (AFED), der am Donnerstag in Beirut veröffentlicht wurde. Darin werden gut zwei Wochen vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen die potenziell verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf die arabische Welt beschrieben.

So könnten in Ägypten mehr als zwölf Prozent des fruchtbaren Agrarlands im Nildelta infolge eines höheren Meeresspiegels verloren gehen. In Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Tunesien dürften bis zu drei Prozent der gesamten Landfläche betroffen sein. Gewarnt wird ferner vor einem Rückgang der Lebensmittelproduktion um 50 Prozent, wenn die Bestellung des Bodens nicht den klimatischen und ökologischen Gegebenheiten angepasst werde.

Es drohen Wasser-Kriege

Die arabischen Länder werden in dem 150 Seiten langen Bericht zu einer Zusammenarbeit auf dem Energiesektor aufgefordert, um den Verbrauch effizienter zu gestalten und auch stärker auf erneuerbare Energien zu setzen. Ferner wurde vor Krankheiten gewarnt, wenn dem Klimawandel nicht sinnvoll entgegengesteuert werde. Vor allem Malaria, aber auch andere Seuchen dürften sich den Wissenschaftlern zufolge ausbreiten.

Als einer der Gründe dafür wird die Verknappung von sauberem Trinkwasser angeführt. Demnach drohen gewaltsame Konflikt um die Verteilung der Ressource Wasser. In diesem Zusammenhang hebt der Bericht hervor, dass die arabischen Länder zwar über zehn Prozent der weltweiten Landfläche verfügen, aber über weniger als ein Prozent der Trinkwasservorräte. (sam/ap)

Erstellt: 30.11.2009, 11:46 Uhr

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