Ein israelischer Soldat für 1,4 Millionen Dollar
Das Angebot der Waad-Gruppe, die vom Hamas-Innenminister Fathi Hamad geleitet wird, wurde am Mittwoch per E-Mail an palästinensische Medien verschickt. Damit reagierte Waad nach eigenen Angaben auf israelische Versuche, mit Geldgeschenken für die Bewohner des Gazastreifens den Aufenthaltsort des 2006 verschleppten Soldaten Gilad Schalit ausfindig zu machen.
Radikale palästinensische Gruppen haben schon mehrfach zur Entführung israelischer Soldaten aufgerufen. Sie haben bislang jedoch noch nie eine hohe Belohnung in Aussicht gestellt. Die Finanzmittel für Waad dürften Beobachtern zufolge direkt von der Hamas kommen. Diese wiederum wird vermutlich vom Iran unterstützt.
Um die Freilassung Schalits bemühen sich schon seit geraumer Zeit auch deutsche Vermittler. Im Gegenzug sollen in Israel inhaftierte Palästinenser auf freien Fuss gesetzt werden. Eine Einigung kam bislang jedoch noch nicht zustande. Die israelische Stiftung «Born to Freedom» hat zehn Millionen Dollar für Informationen über vermisste israelische Soldaten angeboten. (sam/ap)
Erstellt: 18.11.2009, 17:51 Uhr
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