«Eine Beleidigung der Intelligenz des ägyptischen Volkes»
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Der zur Unterstützung der regierungskritischen Massenproteste nach Ägypten zurückgekehrte Friedensnobelpreisträger und frühere Diplomat Mohamed Al-Baradei hat Staatschef Hosni Mubarak erneut zum Rücktritt aufgefordert. «Mubarak hat die Botschaft des Volkes nicht verstanden. Es ist schon fast eine Beleidigung der Intelligenz des Volkes», äusserte sich der ehemalige Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde.
Al-Baradei wurde am Freitag unter Hausarrest gestellt. «Wenn sie mich unter Hausarrest stellen, haben sie ein Problem.» Dies werde ihn aber nicht davon abhalten, weiterhin alles zu tun, um das Mubarak-Regime zum Rücktritt zu zwingen.
«Der Anfang vom Ende dieses Regimes»
«Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Regierung diktatorisch ist», sagte Al-Baradei weiter. Mubaraks Fernsehansprache in der Nacht sei «komplett enttäuschend» gewesen, fügte er hinzu. Ägypten brauche einen Neuanfang. «Wenn ein Regime sich derart niederträchtig verhält und mit Wasserwerfern gegen einen Friedensnobelpreisträger vorgeht, dann ist dies der Anfang vom Ende dieses Regimes», sagte Al-Baradei. «Ich hoffe, dass Mubarak die Botschaft versteht, bevor die Sache ungemütlich wird.» Al-Baradei geht davon aus, dass die Situation eskalieren werde. Er kündigte an, die Proteste würden bis zum Sturz des Regierung weiter intensiviert.
(jak)
Erstellt: 29.01.2011, 18:49 Uhr
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