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Entwaffnung der Rebellen wird für Libyens Regierung zum Stolperstein

Aktualisiert am 08.12.2011 2 Kommentare

In Libyen stockt das Einsammeln von Waffen der Ex-Rebellen. Die Regierung will zwar eine rasche Entwaffnung der ehemaligen Aufständischen, doch die Konfrontation mit ihnen scheut sie.

In der Bevölkerung umstritten: Junge Ex-Rebellen an einem Checkpoint in Tripolis. (6. Dezember 2011)

In der Bevölkerung umstritten: Junge Ex-Rebellen an einem Checkpoint in Tripolis. (6. Dezember 2011)
Bild: Keystone

Rund 2000 Einwohner haben in Libyens Hauptstadt gegen die Präsenz von Milizen demonstriert. (Video: Reuters)

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Libyen nach Ghadhafi

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Wahlen, Hoffnung und eine neue Freiheit, aber auch Gewalt, Waffenschwemme und Selbstjustiz: Libyen nach dem Tod des Herrschers.

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Die libysche Übergangsregierung tut sich nach dem Sieg über den Machthaber Muammar al-Ghadhafi schwer mit der Entwaffnung der ehemaligen Rebellen. Die Regierung dementierte Medienberichte, wonach alle Ex-Rebellen in Tripolis ihre Waffen bis Ende Dezember abgeben müssen. Gleichzeitig äusserte sie sich jedoch positiv über eine friedliche Demonstration von Bewohnern der Hauptstadt. Die Bürger hatten am Vortag gefordert, der Staat solle sich um die Sicherheit kümmern und die Waffen der «Revolutionäre» einsammeln. Ein Regierungssprecher erklärte, das Kabinett diskutiere aktuell noch über eine Lösung des Problems.

Die neue Führung will, dass die ehemaligen Rebellen so schnell wie möglich von der Strasse verschwinden. Doch vor einer Konfrontation mit den bewaffneten jungen Männern, die zum Teil ihr Leben für die Revolution riskiert hatten, scheut die Regierung von Abdulrahim al-Kib zurück.

Bevölkerung: Ex-Rebellen meist sehr höflich

In Tripolis sind immer noch «Revolutionstruppen» im Einsatz, die bis Oktober gegen die Einheiten von Ex-Diktator Ghadhafi gekämpft hatten. Die meisten von ihnen stammen aus den Städten Tripolis, Sintan oder Misrata. Viele von ihnen wollen, dass ihre Einheiten in den Dienst der Armee oder der Polizei übernommen werden.

Nach Angaben von Bewohnern der Hauptstadt behandeln die mit eigenen Uniformen bekleideten Ex-Rebellen die Bürger an ihren Strassensperren meist sehr höflich. Nur ehemalige Angehörige der Revolutionskomitees von Ghadhafi würden gelegentlich von ihnen schikaniert, hiess es. (kpn/sda)

Erstellt: 08.12.2011, 14:40 Uhr

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2 Kommentare

Werner Hebeisen

08.12.2011, 22:38 Uhr
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Sarkozy, jetzt sind andere Probleme da als Dikdatoren verjagen die uns nichts angehen.
Wie soll die Bevölkerung wissen wie man vorwärts kommt ? Nie war die Meinung des Volkes gefragt weder mit den Italienern noch den Engländer, noch mit King Idriss und schon gar nicht mit Gaddafi. Dann kommen Europäer und zerbomben die Städte und verschwinden mit völlig deplazierter Zufriedenheit.
Und jetzt ??
Antworten


Dario Dirossi

09.12.2011, 10:42 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ich würde hier in dieser Zeitung lieber mal etwas über die "Säuberungen" lesen/hören, die momentan stattfinden. Ehemalige Anhänger von Gaddafi werden gefoltert, vergewaltigt, getötet, ebenso Menschen, welche ihnen nahe stehen. Über diese ethnischen Säuberungen berichtet niemand. Eine Schande. Die nichtssagende Schlagzeile dieses Artikel kann nicht über den totalen Medienblackout hinwegtäuschen. Antworten



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