Ausland

«Es ist Unterdrückung, es ist Bedrohung, es ist Terrorismus»

Aktualisiert am 17.08.2011 8 Kommentare

Kurdische Rebellen haben heute in der Nähe der Grenze zum Irak acht türkische Soldaten getötet. Die Regierung reagierte scharf – und liess die Armee einen Luft-Boden-Angriff starten.

Seit Juli wurden über 30 Soldaten bei Kämpfen mit der PKK getötet: Eine türkische Einheit auf Patrouille in der Provinz Hakkari. (Archivbild vom 19. Juni 2010)

Seit Juli wurden über 30 Soldaten bei Kämpfen mit der PKK getötet: Eine türkische Einheit auf Patrouille in der Provinz Hakkari. (Archivbild vom 19. Juni 2010)
Bild: Reuters

Bei einem Bombenanschlag sind Sicherheitskreisen zufolge mehrere türkische Soldaten getötet worden. (Video: Reuters )

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Im Osten der Türkei sind heute nach Angaben des Verteidigungsministeriums acht Soldaten bei einem Angriff kurdischer Rebellen getötet worden. Die Aufständischen hätten die Einheit auf einer Schnellstrasse in der Provinz Hakkari an der Grenze zum Irak mit Sprengsätzen und automatischen Waffen angegriffen, berichtete der türkische Fernsehsender NTV. Die Soldaten seien dort gegen Rebellen vorgegangen, die zuvor eine weitere Einheit mit einem am Strassenrand versteckten Sprengsatz angegriffen hätten.

Verteidigungsminister Ismet Yilmaz machte Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK für die Attacke verantwortlich und kündigte militärische Vergeltung an. Nach einem Bericht des Fernsehsenders TRT starteten die türkischen Streitkräfte bereits kurz nach dem Angriff eine Luft-Boden-Offensive.

Über 30 tote Soldaten seit Juli

«Was ist das, was sie tun? Es ist Unterdrückung, es ist Bedrohung, es ist Terrorismus», sagte Yilmaz. «Die Vergeltung wird vielfach stärker sein.» Seit Juli sind bei Kämpfen mit der PKK über 30 türkische Soldaten getötet worden. Nachdem es bei einem Angriff im vergangenen Monat 13 Tote gab, hatten die Streitkräfte eine Offensive gegen die Hochburgen der Rebellen gestartet.

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK wird von der EU und den USA als terroristische Organisation betrachtet und kämpft für kurdische Autonomie im Südosten der Türkei. Seit 1984 sind in dem Konflikt Zehntausende Menschen ums Leben gekommen. (ami/dapd)

Erstellt: 17.08.2011, 13:50 Uhr

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8 Kommentare

Younes Zhour

17.08.2011, 13:44 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Die Türkei beklagt sich über Syrien aber haben selbst dreck am Stecken. Und die USA betrachtet die PKK nur Offiziell als Terrororganisation, hintenrum Finanzieren sie sie. Das ist ein Offenes Geheimnis Antworten


Heinz Stroh

17.08.2011, 16:40 Uhr
Melden 11 Empfehlung

"kämpft für kurdische Autonomie im Südosten der Türkei" - und ist ausserdem 60er-Jahre-Maoistisch orientiert: Eine kommunistische Partei, der sich alle Kurden unterordnen sollen. Wer nicht will, wird unterdrückt oder ermordet. Nicht dass ich die Türkei so toll finde, aber dass die PKK ideologisch mehr als nur "Freiheitskämpfer" sind, sollte schon erwähnt werden. Antworten



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