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GSG-9-Einsatz in letzter Minute gestoppt

Aktualisiert am 02.05.2009 15 Kommentare

Die Bundesregierung hat laut Medienberichten einen GSG-9-Einsatz zur Erstürmung des von Piraten gekaperten deutschen Frachters «Hansa Stavanger» im letzten Moment gestoppt.

Die verdeckte Operation einer mehr als 200 Mann starken Spezialeinheit sei wegen zu hoher Risiken für das Leben der 24 Geiseln und der Polizisten eingestellt worden, berichteten die Nachrichtenmagazine «Focus» und «Der Spiegel» am Samstag übereinstimmend. Laut «Focus» hatten die Piraten an Bord des Hamburger Containerschiffs die Wachen verdoppelt und jede Schiffsbewegung vor der Küste beobachtet.

Nach «Spiegel»-Informationen war die Spezialeinheit vom amerikanischen Hubschrauberträger USS «Boxer» bereits in die Nähe des Frachters transportiert worden, ehe sie am Mittwochabend zurückbeordert wurde. In Berlin sei die Entscheidung nach einer Sitzung des Krisenstabs im Verteidigungsministerium gefallen.

Zuvor habe der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, die notwendige Zustimmung für den Einsatz verweigert. Für die Rettungsaktion hatte der Krisenstab die US-Regierung um Hilfe gebeten.

Reederei soll Kontakt zu Entführern aufgenommen haben

Die GSG 9 soll nun nach Deutschland zurückkehren. Während der dreiwöchigen Planungen der geheimen Kommandoaktion hatte es dem Hamburger Nachrichtenmagazin zufolge mehrfach Streit zwischen den beteiligten Ministerien gegeben.

Das Auswärtige Amt habe dem Innenministerium vorgeworfen, ohne Not die US-Regierung eingebunden zu haben. Ausserdem sei keine ausreichende Risikoanalyse vorgelegt worden.

Die «Hansa Stavanger» war am 4. April von Piraten entführt worden. An Bord des Frachters befinden sich auch fünf deutsche Crewmitglieder. Das Boot liegt zurzeit vor Haradere in einem der von Piraten kontrollierten Häfen von Nordsomalia.

Die betroffene Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg hat nach «Focus»-Informationen inzwischen Kontakt zu den Piraten aufgenommen. Verhandelt werde über eine Lösegeldsumme von knapp fünf Millionen US-Dollar. (bru/ap)

Erstellt: 02.05.2009, 16:29 Uhr

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15 Kommentare

Fritz Müller

02.05.2009, 11:51 Uhr
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Frachter, Containerschiff, Frachter, Frachter … auch wenn es verständlich ist, dass der Journalist eine weitere Wortwiederholung vermeiden möchte, ist ein Frachter kein "Boot". Antworten


John J Feller

02.05.2009, 11:59 Uhr
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Die Deutschen sind auch nicht mehr was sie einmal waren. Die braeuchten auch so einen Knallfix-Praesi wie die Amis. Was sind schon ein paar Opfer wenn's um die Groesse geht. Die Deutsche Regierung ist voll von Weicheiern mit hyperaktiven Traenendruesen.....so wird uns im Artikel der Tabestand uebermittelt. Fact: Obama hatte Riesenglueck, Merkel will sich nicht mit Lotterie abfinden. Antworten



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