Ausland

Goldstone-Bericht: Israel griff Gaza-Bevölkerung an

Aktualisiert am 15.09.2009 20 Kommentare

Israels Streitkräfte haben bei ihrer Offensive vor acht Monaten laut einem Uno-Bericht zahlreiche Kriegsverbrechen begangen – vor allem gegen Zivilisten.

Der Leiter des Untersuchungsteams der Vereinten Nationen, Richard Goldstone, sagte am Dienstag in New York, sein Team habe starke Beweise für diese Vorwürfe. «Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Aktionen des israelischen Militärs auf Kriegsverbrechen und in mancher Beziehung vielleicht auch auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen», sagte er. Die israelische Offensive habe das Ziel gehabt, die Bevölkerung im Gazastreifen insgesamt zu treffen und zu bestrafen.

Während der Offensive «Gegossenes Blei», die am 18. Januar endete, waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und etwa 5000 weitere Menschen verletzt worden. Goldstone und sein Team hatten die Vorgänge im Auftrag der UNO-Menschenrechtsrats untersucht. Der Rat wird Ende September in Genf über den Bericht beraten.

Der fast 600 Seiten lange Bericht wurde am Dienstag in Internet veröffentlicht, aber noch nicht direkt vorgelegt. Goldstone gab der Presse lediglich eine Zusammenfassung. Die israelische Regierung hatte sich grundsätzlich geweigert, mit dem Uno-Team zu kooperieren. (raa/sda)

Erstellt: 15.09.2009, 21:10 Uhr

20

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

20 Kommentare

Brigitte Flückiger

15.09.2009, 19:31 Uhr
Melden

Es ist bekannt, dass die Uno die Interessen der Palästinenser vertritt. Ebenso ist bekannt, dass die Terroristen im Gazastreifen Schulen, Spitäler, Kinder und Zivilisten als Schutzschilde verwendet haben. Da verwundert es nicht, wenn die Israelis auch Zivilisten getroffen haben sollten. Ich frage mich nur, woran man erkennt, ob einer Zivilist oder Terrorist ist, wenn man ihm die Waffe nimmt? Antworten


Patrick Weyermann

15.09.2009, 19:23 Uhr
Melden

Dass Israel sich geweigert hat mit dem Uno-Team zu arbeiten ist mehr als verständlich. Denn die UNO zeigte mit ihren vielen Entscheiden, Kommentaren und Resolutionen, dass sie gegen Israel ist. Das verwundert nicht, wenn man weiss, dass israelfeindliche Islamisten enormen Druck in der UNO gegen Israel machen. Den UNO-Berichten glaube ich persönlich deshalb schon lange nicht mehr. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.