Ausland

Grossdemo gegen Ahmadinejad verboten

Aktualisiert am 19.06.2009

Irans Innenministerium will eine für Samstag geplante Massenkundgebung gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinejad nicht zulassen.

Das sehen die Machthaber in Teheran nicht gern: Anhänger von Moussavi demonstrieren gegen den Ausgang der Wahlen.

Das sehen die Machthaber in Teheran nicht gern: Anhänger von Moussavi demonstrieren gegen den Ausgang der Wahlen.
Bild: Keystone

Ein Sprecher des Innenministeriums verwies am Freitag auf eine Aufforderung des obersten Führers des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, Proteste gegen die Wahl dürften nicht bei «illegalen» Demonstrationen auf der Strasse vorgebracht werden.

Seit einer Woche demonstrieren in Teheran und anderen grossen Städten des Landes Hunderttausende gegen das ihrer Meinung nach gefälschte Wahlergebnis. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mir Hussein Moussavi will noch am Freitag entscheiden, ob er seinen Aufruf zur Massenkundgebung am Samstag aufrechterhält.

Weitere Festnahmen von Journalisten

Im Iran hat sich die Zahl der festgenommenen einheimischen Journalisten nach Informationen der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen weiter erhöht.

Seit Beginn der Proteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl seien inzwischen 17 iranische Journalisten festgenommen worden, teilte die Organisation am Freitag in Berlin mit. Zu den bisher bekannten zwölf Fällen seien weitere fünf hinzugekommen: In der Stadt Buschehr im Süden des Landes seien vier und in Raschat im Norden mindestens ein Medienmitarbeiter festgenommen worden. (vin/sda)

Erstellt: 19.06.2009, 20:31 Uhr

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