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Homs ist pausenlos unter Beschuss

Aktualisiert am 13.02.2012 13 Kommentare

Die Arabische Liga pocht in Syrien auf einen Einsatz der UNO-Blauhelme. In Homs fallen den achten Tag in Folge Bomben auf die Quartiere. Und die Rebellen erhalten ungefragt Unterstützung von al-Qaida.

1/29 Nun wird auch die Hauptstadt gestürmt: Panzer der syrischen Armee in Damaskus. (14. Februar 2012)
Bild: Keystone

   

Rief in einem Video dazu auf, die Revolte zu unterstützen: Al-Qaida-Chef Ayman al-Zawahri. (Bild: Keystone )

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Die syrische Armee hat den Beschuss der Rebellenhochburg Homs heute fortgesetzt. Die Regierungstruppen konzentrierten das Feuer Angaben der Opposition zufolge auf die Viertel Baba Amr im Süden und al-Waer im Westen der Stadt.

«Baba Amr wird pausenlos beschossen, und das Bombardement auf al-Waer hat in der Nacht begonnen», sagte ein Mitstreiter der Opposition am Telefon. Al-Waer wurde demnach in den vergangenen Tagen wiederholt auch von einer Miliz angegriffen, die mit den Truppen von Präsident Bashar al-Assad verbündet ist.

Syrische Rebellen haben nach Angaben von Aktivisten einen Vorstoss von Regierungstruppen auf die Stadt Rastan zurückgeschlagen. Mindestens drei Soldaten seien bei den Gefechten getötet worden, teilte das Syrische Observatorium für Menschenrechte am Montag mit.

Verbindungen ins Viertel gekappt

Die Verbindungen in das Viertel seien inzwischen aber unterbrochen, sagte der Oppositionelle. «Aber wir können hören, wie geschossen wird.» Das Viertel grenzt an eine Militärakademie an, die die Regierungstruppen nach Angaben der Opposition zu einem Sammelpunkt gemacht haben.

Homs gehört seit Wochen zu den Hauptzielen der Armee in ihrem Versuch, den Aufstand niederzuschlagen. Nach einem relativ ruhigen Samstag wurden am Sonntag landesweit weitere 24 Menschen getötet.

Assad isoliert

Assad ist zunehmend auch in der arabischen Welt isoliert. Die Arabische Liga forderte den UNO-Sicherheitsrat gestern in einer beispiellosen Entscheidung auf, Friedenstruppen nach Syrien zu schicken und das Blutvergiessen zu beenden. Der UNO-Sicherheitsrat wurde gebeten, einen Blauhelm-Einsatz zuzulassen, um einen Waffenstillstand in Syrien zu überwachen.

China und Russland haben in dem mächtigsten Gremium der Staatengemeinschaft bislang eine Entscheidung für ein entschlosseneres Eingreifen blockiert.

Russland nicht abgeneigt

Die Entsendung von UNO-Friedenstruppen hängt allerdings von den Vetomächten im UNO-Sicherheitsrat ab. Dort haben Russland und China bislang jede Syrien-Resolution blockiert. Russland will den Vorschlag zur Entsendung von UNO-Blauhelmtruppen nach Syrien prüfen. «Wir prüfen eine solche Initiative und erwarten von unseren Freunden in den arabischen Staaten, uns in einigen Punkten Klarheit zu geben», sagte der russische Aussenminister Sergei Lawrow in Moskau. Bedingung für den Einsatz einer UNO-Friedensmission sei aber ein Waffenstillstand in Syrien.

Laut Liga-Erklärung sollen ferner die diplomatischen Beziehungen zu dem Regime von Präsident Bashar al-Assad abgebrochen und bereits bestehende Sanktionen – unter anderem Reiseverbote und Kontosperrungen – durchgesetzt werden.

Begrüsst wurde eine Einladung Tunesiens zu einer Konferenz der Freunde Syriens am 24. Februar. Das ist ein Bündnis aus arabischen und westlichen Staaten, die gemeinsam gegen das Assad-Regime vorgehen wollen. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen haben Libanon und Algerien den Beschluss kritisiert.

Leiter der Beobachtermission zurückgetreten

Gestern wurde zudem bekannt: Der Leiter der Syrien-Beobachtermission der Arabischen Liga ist zurückgetreten. Das wurde beim Treffen der Aussenminister des Staatenbunds bekannt, die in Kairo über das weitere Vorgehen in der Syrienkrise berieten. Der Chef des Terrornetzwerkes al-Qaida, Ayman al-Zawahri, rief in einem Internetvideo Kämpfer aus den Nachbarstaaten auf, die Revolte in Syrien zu unterstützen.

Die Gründe für den Rücktritt des sudanesischen Generals Mohammed Ahmed Mustafa al-Dabi waren zunächst nicht bekannt. Die syrischen Gegner von Staatspräsident Bashar al-Assad warfen ihm vor, gegenüber Damaskus nicht kritisch genug gewesen zu sein. Al-Dabi war früher ranghoher Mitarbeiter des militärischen Geheimdienstes im Sudan und gilt als Vertrauter des wegen Kriegsverbrechen in Darfur vom Internationalen Strafgerichtshof gesuchten sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir. (mrs/sda)

Erstellt: 13.02.2012, 11:21 Uhr

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13 Kommentare

urs bauer

13.02.2012, 12:30 Uhr
Melden 32 Empfehlung

Al-Qaida die von den C.I.A. ausgebildet worden ist um die Russland in den 90er aus dem Afgahanistan zu vertreiben ruft jetzt zur Revolte gegen die Syrische Regierung auf. Jetzt sollte wohl allen klar sein wer hinter den "Aufständigen" steckt. Antworten


Patrick Zubin

13.02.2012, 12:13 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Nichts neues. Al-Qaida war doch schon in Libyen stark vertreten, viele sind aus Afghanistan zurückgekehrt. Nur wurde es in Medien kaum darüber berichtet. Antworten



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