«Ich habe geglaubt, der Turm explodiert»

Interview: Claudio Habicht. Aktualisiert am 06.01.2010

Der Schweizer Unternehmer Peter Harradine hat die Eröffnungsfeier für den Burj Khalifa hautnah mitverfolgt. Er war einer der wenigen geladenen Gäste des Herrschers von Dubai, Scheich Mohammed.

1/9 Mehrere Dutzend Touristen wagten sich in die reparierten Aufzüge.

   

Herr Harradine*, wie haben Sie die Eröffnungsfeier für den Burj Khalifa miterlebt?
Die ganze Show war unglaublich. Wir sind es in Dubai zwar gewohnt, riesige Feuerwerke zu sehen wie zuletzt an Silvester – doch jenes beim Burj Khalifa war ein besonders fantastisches Spektakel. Als das Feuerwerk aus den Stockwerken herausschoss, habe ich geglaubt, der Turm explodiert. Zehntausende haben zugesehen.

Waren Sie nahe am Turm während des Feuerwerks?
Ja, ich war eine von rund 500 Personen, die zur offiziellen Eröffnung eingeladen waren. Die Einladung erhielt ich von der Besitzerin des Turms, der Immobilienfirma Emaar. Meine Gartenbaufirma hat für Emaar viele Aufträge ausgeführt. Auch Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, der Herrscher des Emirats, war dort – Emaar befindet sich in Staatshand, gehört also faktisch ihm.

Konnten Sie mit ihm sprechen?
Nein. Aber der Scheich bewegte sich im Bereich für die geladenen Gäste frei herum. Ich war überrascht, wie wenig Sicherheitsleute zugegen waren. Man konnte nahe an ihn ran gehen.

Wie lange dauerte das Feuerwerk?
Etwa zehn Minuten. Danach bin ich heimgegangen.

Haben Sie den Turm schon besichtigt?
Nein, ich warte noch ein wenig. Zurzeit stehen die Leute Schlange, um den Burj Khalifa von innen zu sehen. Später werde ich aber sicher hochfahren und die Aussicht geniessen. Die Wasserspiele im benachbarten Address-Hotel habe ich mir jedoch angeschaut. So etwas Beeindruckendes habe ich noch nie gesehen.

Was sagen Sie zum Turm?
Der Turm kommt einem fast unreal vor. Man glaubt zu träumen, wenn man hochschaut. Manchmal verschwindet die Spitze in den Wolken, dann leuchten nur die Lichter hindurch. Das ist vor allem am Abend sehr schön.

*Der Tessiner Landschaftsarchitekt wohnt seit 32 Jahren in Dubai. Er ist Chef der Gartenbaufirma Orient Irrigation Services mit 650 Angestellten und präsidiert den Swiss Business Council der Vereinigten Arabischen Emirate. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.01.2010, 15:34 Uhr

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