Iran lässt angebliche Spionin frei
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Die Freilassung von Clotilde Reiss gab das Elysée am Sonntagabend in Paris bekannt. Sie sei bei «guter Gesundheit» und befinde sich nun in der französischen Botschaft in Teheran. Dort werde sie auf ihre Rückkehr nach Frankreich warten. Staatspräsident Nicolas Sarkozy habe bereits mit ihr telefoniert, teilte das Elysée mit.
Die 24-jährige Universitätslektorin musste sich vor Gericht verantworten, weil sie nach der umstrittenen Wiederwahl von Staatschef Mahmud Ahmadinejad im Juni zu den Massenprotesten aufgestachelt und einen Bericht für das Ausland darüber verfasst haben soll. Der jungen Französin wurde unter anderem Spionage vorgeworfen. Vor einigen Tagen hatte die iranische Justiz bereits angedeutet, Reiss gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen zu können. Sie habe aber «keinesfalls das Recht, das Land zu verlassen, bis das Urteil verkündet ist».
An Universität Isfahan tätig
Reiss und eine bereits am Dienstag entlassene franko-iranische Botschaftsmitarbeiterin waren vor einer Woche zusammen mit mehr als hundert weiteren Demonstranten vor Gericht gestanden. Reiss hatte an der Universität Isfahan fünf Monate Französisch unterrichtet und wurde bei der Ausreise am 1. Juli am Flughafen Teheran festgenommen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy dankte der Europäischen Union und anderen Ländern, darunter besonders Syrien, für deren Beitrag zur Freilassung Reiss'. (vin/sda)
Erstellt: 16.08.2009, 22:00 Uhr
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