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Iran soll Uran verdreifacht haben

Aktualisiert am 24.02.2012 16 Kommentare

Die IAEA erklärt ihr Scheitern im Iran: Teheran forciert laut der Internationalen Atomenergiebehörde sein Atomprogramm – und hält die Inspektoren hin.

Mission gescheitert: Chefinspektor Herman Nackaerts (Mitte) kommt mit seinem Team nach einem Besuch im Iran in Wien an. (22. Februar 2012)

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Chronologie: Der Atomstreit mit dem Iran

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Konflikt mit langer Vorgeschichte: Irans Atomstreit mit dem Westen nahm schon im Jahr 2006 seinen Lauf.

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Der Iran forciert laut einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sein umstrittenes Atomprogramm. Das Land habe seine Kapazitäten zur höherprozentigen Anreicherung von Uran verdreifacht, hiess es in einem am Freitag in Wien veröffentlichten Bericht.

Die IAEA habe «weiter ernsthafte Sorgen wegen der möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms», hiess es weiter. Ausserdem fehle der Atomenergiebehörde eine glaubhafte Erklärung Teherans für verschwundenes Uranmetall.

Keine Einigkeit

In dem Bericht ist ausserdem von «schweren Differenzen» die Rede, die zum Scheitern ihrer beiden letzten Missionen im Iran geführt hätten. In der Frage nach dem richtigen Ansatz, mit dem sich die Unklarheiten über das iranische Atomprogramm beseitigen liessen, habe keine Einigkeit hergestellt werden können.

Nach dem IAEA-Bericht hat das Land die Zahl der leistungsfähigen Zentrifungen in der unterirdischen Anlage Fordo verdoppelt und mehr als 100 Kilogramm höher angereichertes Uran hergestellt. Das sei weniger als die Hälfte der Menge, die für einen atomaren Sprengkopf nötig sei.

Angereichertes Uran kann zivilen Zwecken dienen, ist aber auch für den Bau einer Atombombe notwendig. Der Iran will das Material nach eigenen Angaben für die Forschung verwenden.

Drohungen auf beiden Seiten

Der iranische IAEA-Botschafter Ali-Asgar Soltanieh sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars, der Bericht beweise die «friedliche Natur» des Nuklearprogramms des Landes. Zudem reflektiere der am Freitag in Wien veröffentlichte Report die Fortschritte, die der Iran in der Nukleartechnologie gemacht habe.

Der Streit über das iranische Atomprogramm hatte sich jüngst verschärft. Die Europäischen Union hat ein Öl-Embargo verhängt und will die Islamische Republik mit dem Ausfall der lukrativen Einnahmen zum Einlenken zwingen.

Der Iran hat seinerseits damit gedroht, die Strasse von Hormus zu blockieren, eine der weltweit wichtigsten Handelswege. Die US-Marine ist mit einem Verband in der Region und hat ankündigt, die Wasserstrasse offen zu halten. In Israel wurde derweil öffentlich über einen präventiven Militärschlag gegen verdächtige Nuklearanlagen im Iran spekuliert. (rub/dapd/afp/sda)

Erstellt: 24.02.2012, 23:12 Uhr

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16 Kommentare

Urs Wälchli

25.02.2012, 00:10 Uhr
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Und wieviel Uran besitzt die Usa, das weis wohl niemand und darf wohl auch niemand wissen. Amerika ist ja der Herrgott unter den Kriegsmächten, damit ist ihnen wohl alles erlaubt. Antworten


Stefan Flüeler

25.02.2012, 04:38 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Ah, kapiert, daher dieser Angstmacher-Bericht über auf Zürich fallende Atombomben !
Tja, TA Online, bei mir hats nicht geklappt, ich hab keine Angst gekriegt, sondern mich amüsiert.
Der IRAN ist nun eben eine ATOMMACHT geworden, und diese können bekanntlich tun + lassen, was sie wollen, weil niemand (ausser einigen Spinnern) auf die abwegige Idee kommt, sich mit einer Atommacht anzulegen.
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