Ausland

Irans Polizei gesteht: Oppositionelle wurden misshandelt

Aktualisiert am 06.08.2009

In einem Gefängnis in Teheran sind inhaftierte Demonstranten verprügelt worden. Ayatollah Khamenei ordnete die Schliessung des Gefängnisses an.

Die Misshandlungsvorwürfe stimmten doch: Demonstranten in Teheran.

Die Misshandlungsvorwürfe stimmten doch: Demonstranten in Teheran.
Bild: Keystone

Die iranische Polizei hat die Misshandlung inhaftierter Oppositioneller in einem Gefängnis in Teheran eingeräumt. Es sei ein «Fehler» gewesen, einige der bei den Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl im Juni festgenommen Demonstranten aus dem überfüllten Evin-Gefängnis in die Haftanstalt Kahrisak im Süden der Hauptstadt zu verlegen, teilte die Polizei in einer am Donnerstag von der Nachrichtenagentur Isna verbreiten Erklärung mit.

Ayatollah: Keine Ungerechtigkeiten

Eine Untersuchung ergab demnach, dass es dort «Vernachlässigungen» und andere Regelverstösse gab. Zwei Beamte seien bereits dafür bestraft worden, dass sie Gefangene verprügelten, erklärte die Polizei. Die Verantwortlichen in der Haftanstalt seien ihrer Posten erhoben worden. In der vergangenen Woche hatte der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei angeordnet, das Gefängnis wegen nicht erfüllter «Standards» zu schliessen.

Khamenei habe befohlen, dass es keine «Ungerechtigkeit» gegen inhaftierte Demonstranten geben dürfe, hatte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Said Dschalili, zur Begründung gesagt. Zuvor hatte es Berichte über den Tod von zwei Demonstranten in dem Gefängnis gegeben. (vin/sda)

Erstellt: 06.08.2009, 17:10 Uhr

Ausland

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.