Irans Polizei gesteht: Oppositionelle wurden misshandelt
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Die iranische Polizei hat die Misshandlung inhaftierter Oppositioneller in einem Gefängnis in Teheran eingeräumt. Es sei ein «Fehler» gewesen, einige der bei den Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl im Juni festgenommen Demonstranten aus dem überfüllten Evin-Gefängnis in die Haftanstalt Kahrisak im Süden der Hauptstadt zu verlegen, teilte die Polizei in einer am Donnerstag von der Nachrichtenagentur Isna verbreiten Erklärung mit.
Ayatollah: Keine Ungerechtigkeiten
Eine Untersuchung ergab demnach, dass es dort «Vernachlässigungen» und andere Regelverstösse gab. Zwei Beamte seien bereits dafür bestraft worden, dass sie Gefangene verprügelten, erklärte die Polizei. Die Verantwortlichen in der Haftanstalt seien ihrer Posten erhoben worden. In der vergangenen Woche hatte der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei angeordnet, das Gefängnis wegen nicht erfüllter «Standards» zu schliessen.
Khamenei habe befohlen, dass es keine «Ungerechtigkeit» gegen inhaftierte Demonstranten geben dürfe, hatte der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Said Dschalili, zur Begründung gesagt. Zuvor hatte es Berichte über den Tod von zwei Demonstranten in dem Gefängnis gegeben. (vin/sda)
Erstellt: 06.08.2009, 17:10 Uhr
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