Israel rüstet sich gegen Attentate
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Aus Furcht vor neuen Anschlägen sind die israelischen Sicherheitskräfte vor Beginn der Nahost-Gespräche in Washington in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Der israelische Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte am Donnerstag, insbesondere im Westjordanland seien zusätzliche Patrouillen im Einsatz. «Wir stellen uns nach zwei Anschlägen binnen gut 24 Stunden auf eine mögliche Serie von weiteren Attacken ein», sagte er.
In der Nacht zum Donnerstag war es im Westjordanland erneut zu einem Anschlag militanter Palästinenser gekommen. Unbekannte beschossen nahe Ramallah einen Wagen, in dem ein Mann und eine Frau unterwegs waren. Der Mann wurde schwer, die Frau leicht verletzt.
Gemeinsame Fahndung
Israelische und palästinensische Sicherheitskräfte suchten am Donnerstag gemeinsam nach den Tätern. Die palästinensischen Sicherheitskräfte seien dabei, «hunderte Terroristen» festzunehmen, sagte ein israelischer Militärvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Die israelische Armee errichtete demnach auf den grossen Strassen im Westjordanland Strassensperren. Der Armeevertreter sagte, die Kooperation zwischen den Sicherheitskräften beider Seiten sei so eng wie seit dem 1993 in Oslo unterzeichneten Friedensabkommen nicht mehr.
Siedler kündigen Ende des Baustopps an
Am Dienstagabend waren vier israelische Siedler in der Nähe von Hebron bei einem ähnlichen Angriff getötet worden. Der militärische Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas bekannte sich zu beiden Taten.
Israelische Siedler kündigten schon nach dem ersten Anschlag das vorzeitige Ende des Baustopps im Westjordanland an. Am Mittwochabend wurde in der Siedlung Adam bei Jerusalem symbolisch der Grundstein für ein neues Sportzentrum für Kinder gelegt.
Nach mehr als zwei Jahren Stillstand wollen Israelis und Palästinenser am heutigen Donnerstag in Washington wieder direkte Verhandlungen aufnehmen. Bei den Gesprächen sollen die Kernfragen des Konflikts zur Sprache kommen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagten, sie wollten alles in ihrer Kraft Stehende tun, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen. (oku/sda)
Erstellt: 02.09.2010, 10:06 Uhr



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