Ausland

Israel sieht Iran nahe an A-Bombe

Aktualisiert am 26.03.2009

Der Iran hat nach Angaben des israelischen Geheimdienstes die «technologische Schwelle» zur Herstellung von Atomwaffen überschritten. Jetzt sei es nur noch eine Frage der Politik.

Hier reichert der Iran Uran an: Atomanlage Natanz.

Hier reichert der Iran Uran an: Atomanlage Natanz.
Bild: Keystone

Der tatsächliche Bau einer Atombombe hänge nun «vor allem von politischen Entscheidungen des Irans ab», sagte der Chef des Militärgeheimdienstes, Amos Yadlin, nach israelischen Medienberichten vor einem Sicherheits-Ausschuss des Parlaments. Derzeit liege es aber nicht im Interesse Teherans, durch einen solchen Schritt den Atomwaffensperrvertrag zu verletzen.

«Zuckerbrot und Peitsche»

Mit der «richtigen Mischung aus Gesprächen und Sanktionen, Zuckerbrot und Peitsche», kann nach Yadlins Ansicht der Bau einer iranischen Atombombe nach wie vor verhindert werden. «Der Kampf, einen atomaren Iran zu verhindern, ist noch nicht verloren.»

Die Strategie der iranischen Führung sei es, sich dem Atomwaffenbau langsam anzunähern, jedoch kurz davor einzuhalten, um nicht einer Vertragsverletzung beschuldigt werden zu können, sagte der Geheimdienstchef. So könnte - sollte es eine politische Entscheidung für eine Atombombe geben - der Bau rasch umgesetzt werden.

Erstellt: 26.03.2009, 09:57 Uhr

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