Israel zensiert SF-Korrespondenten

Für das Schweizer Fernsehen berichtet André Marty seit Jahren aus dem Krisengebiet Nahost. Jetzt steht er an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen und darf nichts sagen.

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André Marty für SF aus dem Konfliktgebiet.


«Seit anderthalb Stunden hören wir heftige Explosionen und wir stehen doch immerhin anderthalb Kilometer von der Grenze entfernt», sagt Marty auf die Frage von 10vor10-Moderator Stephan Klaproth, was er denn vom Konflikt sagen könne. Dies zeige, dass der Widerstand der Hamas weiterhin ungebrochen sei und es scheine, dass es zum ersten Mal zu direktem Feindkontakt zwischen Hamas-Extremisten und israelischen Soldaten gekommen sei.

Es droht der Verlust der Akkreditierung

«Dann bereiten sich offenbar viele Spitäler im Süden Israels auf die vielen Verletzten vor.» Hier bricht Marty ab mit den Worten «mehr darf ich Ihnen dazu allerdings nicht sagen, auch nicht zu toten israelischen Soldaten da ich israelischer Militärzensur unterliege und den Verlust meiner Akkreditierung riskieren würde, falls ich hier in die Details gehen würde».

In Kriegssituationen sind allerdings solche Zensurmassnahmen von allen Lagern üblich. Auch im Irakkrieg etwa werden die Presseberichte von den amerikanischen Behörden gesteuert. (cpm)

Erstellt: 06.01.2009, 08:22 Uhr

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