Israel erwartet Krieg gegen Libanon
Aktualisiert am 03.01.2009 155 Kommentare
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Einmarsch in Gaza
Nach Beginn der Bodenoffensive rechnet Israel auch an der Grenze zum Libanon mit Auseinandersetzungen. «Wir sind für alle Eventualitäten gewappnet», erklärte Verteidigungsminister Ehud Barak heute Abend. Israel hat inzwischen mindestens 10'000 Soldaten im Gazastreifen stationiert, weitere Reservisten werden eingezogen.
Israel hatte nach der Entführung von zwei seiner Soldaten durch schiitische Hisbollah-Milizen im Sommer 2006 einen Krieg gegen Libanon geführt, bei dem in dem Land mehr als 1200 Menschen starben.
Libanesische Terroristen rüsten zum Kampf
Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah erklärte nach Beginn der israelischen Bodenoffensive erneut seine Solidarität mit der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen.
Die Hamas und andere «Widerstandskämpfer» würden der israelischen Armee «die grösstmöglichen Verluste» zufügen, sagte Nasrallah in einer auf einer Leinwand vor tausenden Zuschauern in einem südlichen Vorort Beiruts übertragenen Rede. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Hamas und ihre Verbündeten den Kampf gegen die israelische Armee gewinnen werde.
Israels Ziel ist die Hamas
Israel hat eine Bodenoffensive im Norden und Osten des Gazastreifens begonnen. Truppen hätten die Grenze zum Gazastreifen überschritten, sagte ein Sprecherin des israelischen Militärs. Reporter vor Ort berichten, die Armee hätte Flugblätter verteilt, die die Menschen zur Flucht auffordern.
Die israelische Armee werde einige Gebiete einnehmen, aus denen Raketen auf Israel abgefeuert worden seien, erklärte sie. «Ziel ist es, die Terror-Infrastruktur der Hamas zu zerstören».
Die Truppen haben den Grenzzaun bei Dunkelheit überquert, berichtete ein palästinensischer Augenzeuge aus der Stadt Beit Lahija in Nord-Gaza.
Dramatische humanitäre Lage
Israel hat binnen einer Woche über 700 Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei starben nach UNO-Schätzungen mindestens 433 Menschen, mehr als 2000 weitere wurden verletzt. Ein Viertel von ihnen seien Zivilisten. Beide Seiten haben einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt.
Die Lage der 1,5 Millionen Palästinenser in dem dicht besiedelten Küstenstreifen wird immer dramatischer. Zwar lässt Israel täglich Lebensmittel- und Medikamententransporte passieren. Doch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete von Problemen in der Wasserversorgung und einem Mangel an Medikamenten und Verbandsmaterial in Kliniken.
Laut UNO-Angaben ist die Strom- und Gasversorgung zusammengebrochen. Das Abwassersystem funktioniere nur noch teilweise. «Wir haben die ganze Nacht kein Auge zugetan wegen der Luftangriffe», sagte Umm Kamell, Mutter von 11 Kindern. Sie weigerte sich trotz israelischer Warnungen per Flugblatt, ihr Wohngebiet zu verlassen.
(oku/ap)
Erstellt: 03.01.2009, 23:11 Uhr
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155 Kommentare
@Herr Zimmerli, Da sie als unabhängiger UNO.Friendensberater in Israel & Palästina gewesen sind möchte ich Sie was Fragen : Stimmt die Tatsache, dass beim Grenzübergang im Gazastreifen 3 Parteien (IL, EU, Pal.) anwesend sein müssen damit die Grenze offen/passierbar ist? Könnten Sie uns sagen wer am meisten gefehlt hat (natürlich nicht die EU). Besten Dank für Ihre Anwort Antworten
@hans zimmerli: israel soll also seine "friedensaufgaben vernachlässigt haben in der waffenruhe". Lächerlich! Als ob die Hamas in der Waffenruhe Friedenstauben gezüchtet und Ölzweige gepflückt hätten..im Gegenteil: während der "WaffenRUHE" wurden tausende von Raketen gegen Sderot und andere Ortschaften in Israel abgefeuert. Ein Törricht, wer denkt, dass dies regungslos akzeptiert wird. Antworten











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