Khamenei zürnt Obama
Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ali Khamenei, hat den USA falsches Spiel vorgeworfen. In Widerspruch zu seinem Gesprächsangebot schmiede US-Präsident Barack Obama ein «Komplott» gegen die Islamische Republik, erklärte Ayatollah Khamenei am Sonntag.
«Die neue Regierung und der neue Präsident behaupten, sie haben ein Interesse an gerechten und fairen Beziehungen», sagte Khamenei bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache anlässlich des persischen Neujahrsfestes Nowruz.
«Gegen uns verschwören»
«Sie haben Briefe geschrieben und Mitteilungen geschickt, in denen sie sagten, sie wollten die Beziehungen zur Islamischen Republik normalisieren. Aber in der Praxis haben sie das Gegenteil getan.»
«Sie können nicht Ihren Wunsch nach Frieden und Freundschaft ausdrücken und sich gleichzeitig gegen uns verschwören und glauben, dass Sie der iranischen Nation schaden können», erklärte Khamenei an Obama gerichtet.
Für hoffnungsvolle Zukunft des Volkes einsetzen
Zuvor hatte sich der US-Präsident Obama anlässlich des Nowruz an das iranische Volk gewandt. «Auch wenn wir weiterhin Differenzen mit der iranischen Regierung haben, werden wir uns für eine hoffnungsvollere Zukunft für das iranische Volk einsetzen», hatte Obama in einer am Samstag vom Weissen Haus veröffentlichten Botschaft erklärt.
So werde er sich für einen Internetzugang «ohne Angst vor Zensur» für die Iraner engagieren. Die Opposition im Iran hatte während der Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl ausgiebig den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter und Sozialnetzwerke wie Facebook oder das Internetportal Youtube genutzt, um sich zu organisieren.
Zugleich bekräftigte Obama seine Dialogbereitschaft gegenüber Teheran. Teheran müsse jedoch dafür verantwortlich gemacht werden, dass es seine Verpflichtungen im Atomstreit nicht eingehalten habe, erklärte der US-Präsident. (oku/sda)
Erstellt: 21.03.2010, 16:57 Uhr












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