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Libyen bestätigt Lockerbie-Anwalt als Vertreter

Der in London tätige Anwalt Saad Jabbar wird offiziell Vertreter Libyens am Schiedsgericht, das die Umstände um Hannibal Qadhafis Verhaftung klären soll.

Berufen wurde der britische Richter Saad Jabbar, wie das libysche Aussenministerium am Mittwoch bekannt gab. Die Bekanntgabe der Ernennung erfolgte damit mit drei Tagen Verspätung auf die mit der Schweiz vereinbarten Frist.

Jabbar hatte das Land schon im Zusammenhang mit der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdel Basset al-Megrahi beraten. Jabbar ist nach Angaben unterschiedlicher Webseiten ein algerisch-stämmiger Anwalt, der in London praktiziert und als Experte für Libyen gilt. Der Schweizer Alt-Nationalrat Jean Ziegler, ein Kenner des Landes, hatte gestern am Abend noch gesagt, dass der Anwalt ein Sudanese sei.

Zwei Briten wählen dritten Vertreter

Der Bundesrat hatte bereits vor einigen Tagen fristgerecht die britische Völkerrechtlerin Elizabeth Wilmshurst als Schiedsrichterin bestimmt. Das Schiedsgericht ist Teil des von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz mit Libyen unterzeichneten Vertrags.

Die beiden Nominierten müssen sich nun gemeinsam auf eine dritte Person einigen, die das Schiedsgericht mit Standort London präsidieren soll. Das Gericht soll die Umstände der Verhaftung des libyschen Herrschersohns Hannibal Qadhafi und dessen Ehefrau im Juli 2008 in Genf untersuchen. (oku/ap)

Erstellt: 02.09.2009, 18:27 Uhr

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