Ausland

Libyen möchte wieder mit der Schweiz geschäften

Aktualisiert am 09.01.2012 4 Kommentare

Die neue libysche Regierung macht einen Entscheid des ehemaligen Machthabers Muammar al-Ghadhafi rückgängig: Das Land hat die Wirtschafts- und Handelsboykotts gegen die Schweiz aufgehoben.

Will die Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern auf eine Basis des gegenseitigen Respekts stellen: Der Chef der neuen libyschen Regierung, Mustafa Abdul Jalil.

Will die Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern auf eine Basis des gegenseitigen Respekts stellen: Der Chef der neuen libyschen Regierung, Mustafa Abdul Jalil.
Bild: Keystone

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Libyen hat heute offiziell die Aufhebung des Wirtschafts- und Handelsboykotts gegen die Schweiz bekannt gegeben. Die Massnahme war vom langjährigen Machthaber Muammar al-Ghadhafi im März 2010 angeordnet worden.

Der Entscheid war am Sonntag von der neuen libyschen Regierung getroffen und am Montag vom Unterstaatssekretär für Wirtschaft, Ahmad al-Kouchli, bekannt gegeben worden. Damit bestehe wieder die Freiheit, mit der Schweiz und dem Libanon zu geschäften. Libanon war von Gaddafi ebenfalls boykottiert worden.

Gegenseitiger Respekt

Libyen werde künftig seine Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern auf eine Basis des «gegenseitigen Respekts und einträglichen Zusammenarbeit» stellen, wird Kouchli von der offiziellen Agentur Wal zitiert. Das Verbot, mit gewissen Ländern zu handeln, sei einer der negativen Punkte des alten Regimes gewesen.

Die wirtschaftlichen Sanktionen gegen die Schweiz waren Folge der Verhaftung von Hannibal Gaddafi in Genf im Jahr 2008. Im März 2010, als Reaktion auf die Anti-Minarett-Initiative, ordnete sein Vater den «totalen» Wirtschaftboykott gegen die Schweiz an.

Der bilaterale Handel mit Gütern und Dienstleistungen habe darunter massiv gelitten, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) im vergangenen September mit. Zusammen mit der EU hat die Schweiz einen Teil der Sanktionen gegen Libyen im September 2011 aufgehoben. (wid/sda)

Erstellt: 09.01.2012, 21:31 Uhr

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4 Kommentare

Theo Nötzli

10.01.2012, 07:47 Uhr
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Nichts dagegen, aber vorher sollen im Sinne des 'gegenseitigen Respekts und einträglicher Zusammenarbeit' die jungen Männer aus Libyen, welche zurzeit als Wirtschaftsflüchtlinge in der Schweiz leben, zurück genommen werden! Antworten


Martin Dietiker

10.01.2012, 08:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Es war ja ein Syrischer Boykott, kein Schweizer. Er wird offene Türen einrennen. Wenn es um Geschäfte = Geld geht, sind Teile der Schweizer Politik und Wirtschaft immer dabei. Allenfalls sollten die männlichen Familienangehörigen der neuen Machthaber vorerst überprüft und allenfalls mit Hausarrest belegt werden. Antworten



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