Ausland

Libysche Richter fällen Urteil in fünf Wochen

Im Prozess wegen unerlaubter wirtschaftlicher Tätigkeit in Libyen ist am Sonntag auch der zweite Schweizer vor Gericht erschienen.

1/10 Rachid Hamdani konnte mit einem Auto der Schweizer Botschaft in Libyen nach Tunesien ausreisen.
Keystone

   

Rachid Hamdani kehrte nach seinem Auftritt vor dem Richter wieder in die Schweizer Botschaft in Tripolis zurück. Das gab das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekannt. Am Samstag war bereits Max Göldi vor Gericht erschienen und danach in die Botschaft zurückgekehrt.

Der Richter kündigte das Urteil für den 6. März an, wie Göldis Anwalt Salah Zahaf am Samstag mitteilte. Die Prozesse waren mehrfach verschoben worden, weil die Angeklagten die Schweizer Botschaft nicht verlassen wollten.

Seit 19. Juli 2008 festgehalten

Gegen beide läuft weiterhin ein Berufungsverfahren. Ende November waren Hamdani und Göldi in erster Instanz zu 16 Monaten Haft wegen illegalen Aufenthalts in Libyen verurteilt worden. Gegen die harten Urteile hatten sie Berufung eingelegt.

Die beiden Schweizer waren am 19. Juli 2008 in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden. Einige Tage zuvor hatte die Genfer Polizei Hannibal Gaddafi und dessen Frau wegen Misshandlung von Bediensteten festgenommen. Seither sind die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen schwer belastet. (cpm/sda)

Erstellt: 31.01.2010, 14:06 Uhr