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«Milizen schossen gezielt auf Neda»

Skrupellos und mit Absicht sei seine Freundin von Milizen erschossen worden, sagt der 37-jährige Teheraner Fotojournalist Caspian Makan.

«Schande über uns, mit geschlossenen Augen zu leben»: Nedas Tod wird zum Thema der Demonstrationen.

«Schande über uns, mit geschlossenen Augen zu leben»: Nedas Tod wird zum Thema der Demonstrationen.
Bild: Keystone

Neda habe nicht an einer Demonstration teilgenommen, sagte der Mann der persischen Ausgabe des britischen Radiosenders BBC. Sie habe sich in der Nähe der Proteste die Beine vertreten wollen, weil sie mit ihrem Musiklehrer im Stau gesteckt und ihr heiss gewesen sei.

Von Videos und aus Berichten von Augenzeugen gehe klar hervor, «dass wahrscheinlich Paramilitärs der Bassij in Zivilkleidung absichtlich auf sie zielten», sagte Makan weiter. Seine Freundin sei in die Brust getroffen worden und binnen weniger Minuten gestorben.

Neda überall

Die junge Frau war in den vergangenen Tagen zur Ikone der Proteste im Iran geworden. Ein wackliges Video, das angeblich ihren Tod zeigt, ist im Internet zu einem neuen Symbol der Protestbewegung geworden.

Die dramatische letzte Minute der Frau wurde im Internet über Plattformen wie Youtube und Facebook bereits millionenfach angesehen. Eine unabhängige Bestätigung für die Echtheit des Videos gibt es allerdings nicht. Bei Protesten in aller Welt gegen die iranische Führung zeigen Demonstranten nun Fotos von Neda.

Neda soll inzwischen in Anwesenheit ihrer Familie beigesetzt worden sein. Das Begräbnis wurde Augenzeugen zufolge von der Polizei behindert. (cpm)

Erstellt: 23.06.2009, 17:30 Uhr

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