Moskaus Unterstützung für Assad schwindet

Aktualisiert am 23.01.2012 1 Kommentar

International kommt Bewegung in die Syrien-Krise: Russland signalisiert, dass es nicht mehr viel für das Regime tun kann. Und die Arabische Liga legt ihre Hemmung vor dem UNO-Sicherheitsrat ab.

Hassobjekte der Opposition: Syrische Demonstranten in Istanbul treten auf Portraits von Putin und Medwedew. (8. Januar 2012)

Hassobjekte der Opposition: Syrische Demonstranten in Istanbul treten auf Portraits von Putin und Medwedew. (8. Januar 2012)
Bild: Keystone

Dossiers

Artikel zum Thema

Bildstrecke

Chronologie der Aufstände in Syrien

Chronologie der Aufstände in Syrien
Die Ereignisse in Syrien seit dem Beginn der Proteste im März 2011.

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Erstmals seit Beginn des Aufstands gegen Syriens Präsident Bashar al-Assad hat Russland ein Ende seiner Unterstützung für den umstrittenen Machthaber signalisiert. «Unser Veto gegen die Resolution im UNO-Sicherheitsrat war das letzte Instrument, um Assad es zu ermöglichen, den Status Quo auf der internationalen Bühne zu bewahren», sagte der Afrika- und Nahost- Beauftragte von Präsident Dmitri Medwedew, Michail Margelow, heute Montag.

Russland habe mit seinem Veto eine klare Botschaft gesandt. Nun aber seien alle Möglichkeiten erschöpft. Assad solle die Position Russlands nicht falsch verstehen. «Reformen, eine Ende der Gewalt, freie Wahlen. Das ist es, was die syrische Führung umsetzen sollte – jetzt und heute», sagte Margelow.

Bewegung im Sicherheitsrat?

Zugleich äusserte der deutsche UNO-Botschafter Peter Wittig die Hoffnung, dass in die festgefahrenen Bemühungen für eine Resolution des Sicherheitsrats gegen Assad nun Bewegung kommen könnte. So habe die Arabische Liga die Mitglieder des Sicherheitsrats aufgefordert, die Forderung nach einer Übergangsregierung in Syrien zu unterstützen. Dies ergebe eine völlig neue Grundlage, erklärte Wittig in New York. Schliesslich könnten die Mitglieder im UNO-Sicherheitsrat diese Aufforderung nicht einfach ignorieren.

Russland hat sich bislang geweigert, Assad zum Rücktritt aufzufordern. Zusammen mit China hat es zudem eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats verhindert, mit dem ein Ende der Gewalt in Syrien gefordert werden sollte. Die Aussenminister der Arabischen Liga hatten zuvor den Rücktritt Assads zugunsten einer Regierung der nationalen Einheit verlangt, um die seit zehn Monaten andauernde Gewalt in dem Land zu beenden.

Zugleich beschloss die Liga, die eigenen Beobachter für einen weiteren Monat in Syrien zu belassen. Ob Syrien dem zustimmt, blieb zunächst offen. Die Führung in Damaskus wies die Forderung nach Assads Rücktritt als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens zurück. Die Opposition wiederum hält eine Einheitsregierung in Syrien für unmöglich. (ami/sda)

Erstellt: 23.01.2012, 21:42 Uhr

1

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

1 Kommentar

Zoran Tomic

23.01.2012, 22:22 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Freie Wahlen? NATO-Länder wie Frankreich und Türkei liefern seit Monaten Waffen nach Syrien und schicken wie in Libyen Söldnertrupps, um einen Volksaufstand vorzugaukeln. Paris, Moskau, Peking, London würden auch brennen, würde jemand von aussen Gratis-Waffen inkl. Munition verteilen und Sabotage-Truppen einschleusen. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Ausland

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Sekretärin/Sachbearbeiterin (80%) Handelskammer Deutschland-Schweiz, Zürich

Underwriting Governance & Quality Specialist Zurich Insurance Company, Zürich

Konstrukteur/in EFZ Yousty Lehrstellen Treffpunkt, Dübendorf

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Leiter/in Marketing und Kommunikation Schwabe AG, Muttenz

Teamleiter IT System Engineer MAS Management Assets Services AG, Zürich

Security & Privacy - Consultant Deloitte AG, Zurich