Ausland
Moussavi stemmt sich unerschrocken gegen die Mullahs
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Moussavi hat erneut gefordert, die Präsidentschaftswahl für ungültig zu erklären und die Abstimmung zu wiederholen. Moussavi wandte sich am Samstag schriftlich an den einflussreichen Wächterrat.
Die Verfälschung des Wahlergebnisses sei Monate im Voraus geplant gewesen, erklärte Moussavi in seinem Brief. Vor allem kritisierte er die Unterbrechung von Kommunikationsnetzen wie Internet und SMS am Wahltag und nannte dies einen «empörenden Schritt.»
Mit Verhaftung gedroht
Moussavi traf sich gemäss unbestätigten Berichten am Nachmittag in Teheran mit seinen Anhängern. Mit seiner neuerlichen Kritik setzte er sich über die Vorgaben von Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei hinweg, der am Freitag das Wahlergebnis bestätigt und vor weiteren Demonstrationen gewarnt hatte.
Die iranische Regierung drohte am Samstag dem Oppositionsführer mit Verhaftung, sollten die angekündigten Demonstrationen stattfinden. Polizeisprecher Ahmad Resa Radan sagte, falls Oppositionsanhänger wieder auf die Strassen gingen, «werden ihre Führer verhaftet». Der Sekretär des Sicherheitsrats, Abbas Mohtadsch, erklärte auf der Webseite des Innenministeriums, Moussavi werde «für die Folgen illegaler Versammlungen» verantwortlich gemacht. Bei einer Verhaftung des Oppositionsführers würde allerdings die Bewegung gegen die Landesführung womöglich noch angeheizt.
Demonstrationen und Selbstmordattentat
Trotz dieser Einschüchterungsversuche gingen am Samstag erneut Tausende auf die Strassen. Es kam zu massiver Gewalt. Bei einer Explosion wurde ein mutmasslicher Selbstmordattentäter getötet. (cpm/sda)
Erstellt: 20.06.2009, 21:57 Uhr



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