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Obama ist den Israelis zu freundlich zu Arabern

Aktualisiert am 04.05.2009 35 Kommentare

Die Bemühungen von US-Präsident Barack Obama um eine Annäherung an die arabische und muslimische Welt stossen bei der Mehrheit der israelischen Bevölkerung auf Skepsis.

Obama wie Bush

Die Führung in Nordkorea sieht keinen Unterschied zwischen der US-Regierung unter Präsident Barack Obama und der seines Vorgängers George W. Bush. «Von Wandel und einer Diplomatie der multilateralen Zusammenarbeit zu sprechen, ist bloss ein Trick», hiess es am Montag in einer Mitteilung des nordkoreanischen Aussenministeriums. Pjöngjang kritisierte die USA vor allem für ihre Unterstützung einer Erklärung des UN-Sicherheitsrats, die den jüngsten Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete verurteilt.

Obama hat seit seinem Amtsantritt im Januar mehrfach eine Neuausrichtung der US-Aussenpolitik versprochen. Auch gegenüber Staaten, die mit der Bush-Regierung in Konflikt standen, zeigte er sich gesprächsbereit. Nordkorea hat am 5. April eine Langstreckenrakete gestartet und damit nach eigenen Angaben einen Satelliten ins All gebracht. Der Weltsicherheitsrat geht jedoch davon aus, dass es sich um einen militärischen Test handelte und beschloss daher Sanktionen gegen drei der am Raketenprogramm beteiligten nordkoreanischen Unternehmen.

Nach einer am Montag veröffentlichen Umfrage befürchten 63 Prozent der Befragten, dass diese Politik zu Lasten Israels gehen werde. Zugleich erklärten aber auch 60 Prozent, sie hätten insgesamt eine gute bis sehr gute Meinung von Obama. Nur 14 Prozent beurteilten den US-Präsidenten negativ.

«Die Israelis mögen Obama als Person, sie haben aber Vorbehalte gegen seine Politik und seine Fähigkeit, die Probleme im Nahen Osten zu lösen», sagte Professor Eitan Gilboa von der Bar-Ilan-Universität, der die Erhebung ausgewertet hat. Die Umfrage wurde vom Begin-Sadat-Zentrum für strategische Studien der Universität und der in den USA ansässigen jüdischen Organisation Anti-Defamation League durchgeführt.

Iranisches Atomprogramm

Dazu wurden in der vergangenen Woche 610 jüdische Israelis befragt. Angehörige der arabischen Minderheit, die 20 Prozent der Bevölkerung Israels stellen, waren von der Umfrage ausgeschlossen. Die mögliche Fehlerquote der Erhebung liegt bei 4,5 Prozentpunkte.

Die Umfrage wurde am Vorabend der ersten Zusammenkunft Obamas mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu veröffentlicht. Eines der zentralen Themen der Gespräche in Washington dürfte das iranische Atomprogramm sein.

In der Umfrage befürworteten 66 Prozent der Befragten einen israelischen Militäreinsatz gegen die iranischen Atomanlagen, falls auf diplomatischem Weg keine Lösung herbeigeführt werden könne und die internationalen Sanktionen wirkungslos blieben. 77 Prozent davon würden selbst dann einen Militärangriff befürworten, wenn die USA dagegen seien. (sam/ap)

Erstellt: 04.05.2009, 19:11 Uhr

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35 Kommentare

Beatrice Schellenberg

04.05.2009, 15:23 Uhr
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Israel besitzt mehrere hundert Atombomben. Weshalb sollte der Iran keine Atomkraftwerke besitzen? Wer kann garantieren dass nicht ein paranoider jüdischer Israeli die Schweiz angreift wenn sich unsere BRte mit Achmadinejad´s etc. treffen? Wenn die jüdischen Israelis nicht mit ihren Nachbarn auskommen dann müssen das anderen Staaten nicht auch so handhaben. Obama yes you can You will make a change Antworten


Yves Mundorff

04.05.2009, 15:23 Uhr
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Die Israelis verlieren immer mehr Supporter und Sympathisanten. Und das nicht nur in der Schweiz. Die Doppelmoral der Israelis führt früher oder später zum Desaster. Israel ist selbst eine Atommacht. Isreal diskiminiert die arabisch-stämmigen Israelis etc. Solange die Israelis sich darauf verlassen können, dass sie die stärkste Millitärmacht (mit Hilfe der USA) in der Region sind, geschieht nichts Antworten



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