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Russland rüstet Libyen auf
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«Es geht nicht nur um kleine Waffen», sagte der russische Regierungschef Wladimir Putin nach Angaben der Agentur Interfax am Samstag nach der Vertragsunterzeichnung. Laut Moskauer Medien geht es um die Lieferung von 20 russischen Kampfflugzeugen, aber auch um Panzer und Luftabwehrsysteme. Das Waffengeschäft war bei einem Moskau-Besuch des libyschen Staatschefs Muammar Ghadhafi 2008 vereinbart worden. Russland hatte Ghadhafi alte Schulden in Höhe von 3,3 Milliarden Euro unter der Bedingung erlassen, dass Libyen in grossem Umfang Waffen kauft.
Zur Art der Rüstungsgüter machten weder Putin noch der Generaldirektor des Waffenherstellers Ischmasch bei ihrem Treffen in der Nähe von Moskau Angaben. Grodezki betonte, dass der Konzern, der auch die Kalaschnikow-Maschinenpistolen produziert, durch das Geschäft nun zwei Jahre lang ausgelastet sei. Libyen gehörte russischen Medien zufolge nach dem Zweiten Weltkrieg mit offiziell 20 Milliarden US-Dollar zu den grössten Rüstungskunden der damaligen Sowjetunion. Das Land will sein Verteidigungssystem modernisieren.
Neben Russland suchen auch die USA und einige EU-Staaten die Nähe zu Libyen mit seinen massiven Erdölvorkommen. Die wegen des Lockerbie-Flugzeugattentats verhängten Sanktionen gegen Tripolis waren bereits vor Jahren aufgehoben worden. (vin/sda)
Erstellt: 30.01.2010, 18:40 Uhr
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