Russland verkauft Syrien 36 Militärflugzeuge

Inmitten des Syrienkonflikts liefert Russland dem Land 36 militärische Trainingsflugzeuge des Typs Jak-130. Die EU-Aussenminister verschärfen hingegen die Sanktionen gegen Damaskus.

Kann mit Bomben ausgerüstet werden: Russisches Flugzeug Jak-130.

Kann mit Bomben ausgerüstet werden: Russisches Flugzeug Jak-130.

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Die zweistrahlige Jak-130 kann mit Bomben sowie mit Raketen für den Luftkampf und die Bekämpfung von Erdzielen ausgerüstet werden. Moskau soll 36 Flugzeuge dieses Typs an Syrien verkaufen. Der Vertrag im Wert von 550 Millionen US-Dollar sei bereits unterschrieben worden. Das berichtete die Moskauer Zeitung «Kommersant» unter Berufung auf den staatlichen Rüstungskonzern Rosoboronexport. Die zweistrahlige Jak-130 kann mit Bomben sowie mit Raketen für den Luftkampf und die Bekämpfung von Erdzielen ausgerüstet werden.

Die syrische Regierung des umstrittenen Präsidenten Baschar al- Assad ist ein enger Partner und Waffenkäufer der UNO-Vetomacht Russland. Vor allem die USA kritisieren russische Rüstungsexporte nach Syrien scharf.

Moskau weist die Vorwürfe zurück: Es gebe kein international bindendes Waffenembargo gegen das Land. Ein russisches Schiff mit 60 Tonnen Munition hatte vor kurzem in Syrien angelegt.

Weitere Sanktionen gegen Syrien

Die EU-Aussenminister haben am Montag weitere Sanktionen gegen Syrien beschlossen, um die Gewalt gegen Regierungsgegner in dem Land zu stoppen. Die neuen Strafmassnahmen zielen auf 22 weitere Vertraute der syrischen Führung sowie acht Unternehmen ab, wie der Rat der Europäischen Union in Brüssel mitteilte.

Einem EU-Diplomaten zufolge gehören zu den nun ins Visier genommenen Vertretern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad in Damaskus mehrere Militärvertreter.

«Wir sind tief besorgt über die Lage in Syrien», sagte die EU- Aussenbeauftragte Catherine Ashton zu Beginn des Aussenministertreffens in Brüssel. «Es muss einen friedlichen Übergang in dem Land geben.»

Der niederländische Aussenminister Uri Rosenthal forderte: «Präsident Assad muss gehen.» Zudem müsse die Gewalt gegen «unschuldige Zivilisten» unverzüglich aufhören. Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle sprach sich in Brüssel erneut dafür aus, die Gewalt in Syrien zum Thema im UNO-Sicherheitsrat zu machen.

(bru/sda)

(Erstellt: 23.01.2012, 12:04 Uhr)

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