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Schneller hinrichten? Irans Justizminister protestiert

Das Regime des Landes versucht, die Justiz zu Eilverfahren gegen Oppositionelle zu drängen und die Hinrichtungen zu beschleunigen. Und stösst auf nun Widerstand.

Justizminister mit Gewissensbissen: Sadeq Larijani (r.) mit mit Ayatollah Ali Khamenei auf einem undatieren Photo, das vom Regime im Internet publiziert wurde.

Justizminister mit Gewissensbissen: Sadeq Larijani (r.) mit mit Ayatollah Ali Khamenei auf einem undatieren Photo, das vom Regime im Internet publiziert wurde.
Bild: Keystone

«Einige Menschen erwarten, das die Justiz mehr macht, als das Gesetz anzuwenden», klagte Justizminister Ayatollah Sadeq Larijani am Montag auf der Homepage des Ministeriums, «das ist eine Erwartung, die gegen die Scharia und gegen die Gesetze geht.» Er betonte, er werde sich dem politischen Druck nicht beugen. Es müsse verhindert werden, dass Unschuldige wegen überstürzter Verfahren hingerichtet würden.

Am Donnerstag waren die ersten zwei von mehr als hundert nach den Protesten im Sommer festgenommenen Oppositionellen gehängt worden. Die beiden Männer sollen einer verbotenen monarchistischen Organisation angehört haben; ausserdem wurde ihnen vorgeworfen, den Sturz der islamischen Regierung geplant zu haben.

Trotz der Härte der Verfolgung ist die Protestbewegung noch nicht gänzlich erstickt worden. Der einflussreiche extremistische Mullah Ayatollah Ahmad Dschannati hatte am vergangenen Freitag gefordert, es müssten mehr Dissidenten hingerichtet werden, um die Opposition einzuschüchtern. (raa/ddp)

Erstellt: 01.02.2010, 23:42 Uhr

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6 Kommentare

Heinz Egg

02.02.2010, 13:32 Uhr
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Ist es wichtig ein besseres Weltbild zu haben Herr Mahler, oder jemanden der Exekutionen hörte zu belehren wer was ist Herr Waldner? Hier handelt es sich um Hinrichtungen von Menschen wie wir es sind. Die aber an einem Ort leben wo man nicht sagen darf was man denkt ohne wirkliche Probleme zu bekommen. Würden Sie das auch tun? Antworten


Peter Waldner

02.02.2010, 12:38 Uhr
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@Res Zaugg: Sie machen einen Fehler, wenn Sie sich aus den paar üblen Erlebnissen Ihr Bild über den ganzen Islam machen. Es ist nicht "der Islam", der so handelt, sondern machthungrige und sadistische Menschen, die ihr verbrecherisches Handeln (auch für sich selber) mit der Religion rechtfertigen. Antworten


Res Zaugg

02.02.2010, 09:46 Uhr
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In den 80-er Jahren durfte ich den Iran über viele Jahre bereisen. Mein Hyatt-Hotel befand sich vor dem Gefängsnis. Im Zimmer hörte man die Exekutionen im Gefängnishof. Ich habe mir mein Bild über den Islam machen können und mir wird heute noch schlecht, wenn ich diese Figuren (siehe oben) auf Bildern sehe. Antworten


Andri Mahler

02.02.2010, 08:59 Uhr
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Aber werter Herr Müller, ich kann es Ihnen fast nicht verübeln. Wenn man ein so simples Weltbild besitzt und alle mehrheitlich muslimischen Länder für arabische Staaten hält ist man halt anfälliger für eine Propaganda à la SVP Antworten


Andri Mahler

02.02.2010, 08:56 Uhr
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@ Christoph Müller. Mein werter Herr Müller, Iraner sind keine Araber. Iraner sind Perser. Dass der Iran eine Diktatur ist, ist unbestritten. Damit aber das äusserst fragwürdige Minarett-Verbot zu legitimieren ist eine farce. Unter dem Motto, ja wenn die Anderen sich nicht an die Menschenrechte halten, müssen wir das ja auch nicht tun. Antworten


Christoph Müller

02.02.2010, 07:34 Uhr
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Ein Terrorregime und Menschenrechte? Aber die Schweiz wegen dem Minarettverbot kritisieren...naja..aber unsere liebe Frau Aussenministerin (sollte wieder mal ein Kopftuch anziehen), wirds schon richten...wir Schweizer müssen ja bei allen Arabern, insbesonders bei Terroregimen, zu Kreuze kriechen..leider! Ich bin stolz, ein Schweizer zu sein und nocht stolzer, eine solche Volksvertretung zu haben.. Antworten



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