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So feiert Qadhafi in Tripolis sein Jubiläum

Aktualisiert am 01.09.2009

In Libyen haben die Feiern mit Reitern, Tänzern und Feuerwerken begonnen. Zuvor hatte er auf dem Afrika-Gipfel noch eine Hasstirade auf Israel losgelassen.

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Die Heimkehr des Terroristen: Der Lockerbie-Attentäter Abdel Baset al-Megrahi wird auf Grossleinwand noch einmal geehrt.
Bild: Keystone

   

Qadhafi feiert am Dienstag den 40. Jahrestag seiner Regierungsübernahme mit einer Militärparade in Tripolis. Bereits am Montagabend haben die Feierlichkeiten mit Tanzeinlagen, internationalen Militärkapellen und Feuerwerken begonnen. Qadhafi hatte nach einem Staatsstreich am 1. September 1969 im Alter von 27 Jahren die Macht in Libyen übernommen.

Der Afrika-Gipfel als Vorspiel

Kurz zuvor ist der Sondergipfel der Afrikanischen Union (AU) in der libyschen Hauptstadt Tripolis mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez als Gast zu Ende gegangen. Eine «Erklärung von Tripolis» und ein Aktionsplan setzen sich das Ende der Krisen und Konflikte in Afrika zum Ziel.

Qadhafi hatte den Sondergipfel beim regulären AU-Gipfeltreffen im Juli angeregt - als Termin schlug er persönlich den Tag vor den Feierlichkeiten zu seinem 40-jährigen Regierungsjubiläum vor.

Verbale Attacken gegen Israel

Der libysche Führer und derzeitige AU-Präsident Moammar al-Qadhafi rief zur Schliessung aller israelischen Botschafen auf dem afrikanischen Kontinent auf. Israel stecke «hinter allen Konflikten in Afrika», sagte er zum Auftakt des ausserordentlichen Gipfeltreffens.

An dem Sondergipfel nahmen etwa 30 afrikanische Staats- und Regierungchefs teil, darunter die Präsidenten Zimbabwes und des Sudans, Robert Mugabe und Omar el-Baschir. Die Präsidenten Nigerias, Südafrikas und des Senegals sagten ihre Teilnahme ab.

Weitere Friedenstruppen für Somalia

Kurz vor Beginn des AU-Treffens in Tripolis sagten Sierra Leone, Malawi und Nigeria weitere Soldaten für die AU-Truppe (AMISOM) in Somalia zu. Das gab AU-Kommissionspräsident Jean Ping bekannt. Ping hatte eine Aufstockung der Truppen auf die eigentlich geplanten 8000 Soldaten gefordert.

Bislang sind nur 5000 Mann in Somalia stationiert, wo radikale Islamisten eine grossangelegte Offensive gegen den Übergangspräsidenten Sharif Sheikh Ahmed gestartet haben. (jak/sda)

Erstellt: 01.09.2009, 14:07 Uhr

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