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Somalia: Islamisten plündern Uno-Gebäude

Islamische Aufständische haben im Süden Somalias zwei Einrichtungen der Vereinten Nationen ausgeraubt – und wollen die Arbeit der internationalen Helfer stoppen.

Wollen Islamistenstaat: Al-shabab-Kämpfer in der Nähe von Mogadiscio im Dezember des vergangenen Jahres.

Wollen Islamistenstaat: Al-shabab-Kämpfer in der Nähe von Mogadiscio im Dezember des vergangenen Jahres.
Bild: Keystone

Die Uno bestätigte am Montag, dass Kämpfer der Shabab in den Städten Baidoa und Wajid Ausrüstungsgegenstände und zwei Autos gestohlen hätten. Niemand sei verletzt worden. Die Arbeit in Baidoa soll zunächst ausgesetzt werden, jene in Wajid, einem regionalen Verteilzentrum für humanitäre Hilfsgüter, aber aufrecht erhalten werden, erklärte die Uno weiter.

Die Fundamentalisten von al-Shabab kündigten derweil an, dass drei Uno-Organisationen nicht mehr im von ihnen kontrollierten Gebiet arbeiten dürften. Das Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP), das Sicherheitsbüro und das politische Büro der Vereinten Nationen geschlossen werden sollten, so die Rebellen, weil sie gegen das Ziel eines islamischen Staates arbeiteten.

Die Kämpfer der al-Shabab kontrollieren weite Teile des Südens Somalias und der Hauptstadt Mogadiscio. Nach amerikanischen Angaben unterhält die Organisation auch Verbindungen zur al-Qaida. Das bitterarme Land am Horn von Afrika hat seit mehr als 18 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. (raa/ap)

Erstellt: 21.07.2009, 08:07 Uhr

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