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Somalia: Islamisten sind für Anschlag auf Innenminister verantwortlich

Aktualisiert am 11.06.2011 1 Kommentar

Nach dem Attentat auf den somalischen Innenminister Hassan hat sich die islamistische Gruppe Al-Shabab zur Tat bekannt. Die Afrikanische Union versetzt ihre Schutztruppen nun in Alarmbereitschaft.

Von den Islamisten als «Hindernis» bezeichnet: Der getötete Innenminister Abdishakur Sheik Hassan.

Von den Islamisten als «Hindernis» bezeichnet: Der getötete Innenminister Abdishakur Sheik Hassan.
Bild: Reuters

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Die radikalislamische Al Shabab hat sich zu dem tödlichen Anschlag auf den somalischen Innenminister Abdishakur Sheik Hassan bekannt.

Mitglieder der Islamisten hätten am Freitag den Anschlag auf den Minister ausgeführt, da dieser «ein Hindernis» für das Ziel der Gruppe dargestellt habe, die Regierung zu stürzen, sagte Al-Shabab-Sprecher Sheik Ali Mohamud Rage. Er dankte Eingeweihten, die, wie er sagte, die Tat unterstützt hätten.

AU-Schutztruppen in Alarmbereitschaft

Einen Tag nach dem Attentat sind die Schutztruppen der Afrikanischen Union (AU) in Somalia nach Angaben eines Militärsprechers in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die islamistische Al-Shabab-Miliz, die mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida in Verbindung stehen soll, habe Angriffe in von Regierungstruppen kontrollierten Gebieten angekündigt, sagte Major Paddy Ankunda.

Der Innenminister wurde in seinem Haus bei einem vermutlich von einer seiner Nichten durchgeführten Selbstmordattentat tödlich verletzt. Das Haus des Ministers liegt in einem gut gesicherten Wohnviertel, in dem viele Regierungsmitglieder und Parlamentarier leben.

Ein Verwandter Hassans, der Parlamentsabgeordnete Mohamud Abdullahi Weheliye, hatte am Freitag erklärt, die Nichte des Ministers sei von der islamistischen Al-Schabab-Miliz geschickt worden. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es vorerst jedoch nicht.

Islamische Extremisten setzen im Kampf gegen die instabile somalische Regierung immer wieder Selbstmordattentäter ein. Erst am Donnerstag hatte sich ein Mann im Hafen der Hauptstadt in die Luft gesprengt und einen Zivilisten getötet.

Afrikas Al-Qaida-Chef getötet

Der mutmassliche Al-Qaida-Chef für Ostafrika ist nach kenianischen Angaben in Somalia getötet worden. Fazul Abdullah Muhammad sei am vergangenen Mittwoch in Mogadischu getötet worden, sagte Kenias Polizeichef Mathew Iteere am Samstag.

Entsprechende Informationen habe er direkt von den Behörden in Somalia bekommen. Zuvor hatte es bereits in Somalia aus den Reihen der radikalislamischen Shebab-Miliz geheissen, dass Fazul Abdullah Muhammad in der Nähe von Mogadischu getötet worden sei. Der auf den Komoren geborene Kämpfer galt als Chef des Terrornetzwerks al-Qaida in Ostafrika.

(kpn/dapd)

Erstellt: 11.06.2011, 14:49 Uhr

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Adrian Keller

12.06.2011, 06:07 Uhr
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