Somalisches Parlament ruft um Hilfe
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Die Abgeordneten forderten die Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft in ihrer Resolution vom Samstag auf, möglichst innerhalb der nächsten 24 Stunden einzugreifen, wie Parlamentspräsident Scheich Adam Mohamed mitteilte. Anzeichen dafür, dass die angesprochenen Länder wie Kenya , Äthiopien oder Dschibuti reagieren, gab es nicht.
«Das Land ist in Gefahr», erklärte Informationsminister Farhan Ali Mohamud. Das Kabinett forderte Präsident Scheich Scharif Scheich Ahmed auf, den Notstand auszurufen. Ein solcher Schritt wäre allerdings weitgehend wirkungslos, da die Regierung nicht viel mehr als einen Teil der Hauptstadt kontrolliert.
Ein Land versinkt im Chaos
Somalia ist seit dem Sturz von Diktator Mohamed Siad Barre im Jahr 1991 ohne effektive Regierung. Wegen der anhaltenden Kämpfe in Mogadischu konnte das Parlament auch nicht an seinem normalen Versammlungsort zusammenkommen, sondern musste in den Präsidentenpalast ausweichen.
Ein Selbstmordattentäter hatte erst am Donnerstag den somalischen Sicherheitsminister Omar Hashi Aden und mindestens 20 weitere Menschen mit in den Tod gerissen. Er steuerte seinen mit Sprengstoff beladenen Kleinwagen in die Fahrzeugkolonne des Ministers, als dieser ein Hotel in der westsomalischen Stadt Belet Weyne verliess. Die islamistische Extremistengruppe Al Shabab bekannte sich zu dem Anschlag. (raa/ap)
Erstellt: 21.06.2009, 12:48 Uhr
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