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Steckt doch Israel hinter der Explosion im Iran?

Aktualisiert am 30.11.2011 38 Kommentare

Die iranische Regierung schloss dezidiert aus, dass der Raketenentwickler Hassan Moghaddam durch eine israelische Geheimoperation ums Leben gekommen ist. Satellitenbilder lassen daran aber nun Zweifel aufkommen.

1/7 Durch eine Explosion zerstört: Diese Satellitenaufnahme des Institut for Science and International Security (ISIS) zeigt die Militäranlage, die sich westlich von Teheran befindet. (29. November 2011)

   

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Am 12. November 2011 ereignete sich in einer Anlage der iranischen Revolutionsgarde eine Explosion bei der 17 Soldaten ums Leben kamen. Die Informationslage war derart widersprüchlich, dass das «Time Magazine» von einer israelischen Geheimaktion ausging. Der Grund: Unter den Toten ist General Hassan Moghaddam, der gemäss der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars «eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der Landesverteidigung» gespielt hat.

Die iranische Regierung liess nach dem Anschlag verlauten, es handle sich um einen Unfall beim Transport von Munition. Der Schaden sollte in ein paar Tagen behoben sein. Das Institute for Science and International Security (ISIS) in Washington veröffentlichte gestern Satellitenbilder, die diesen Angaben widersprechen. Auf den Fotos ist eine komplett zerstörte Militäranlage in der Nähe der Stadt Bid Kaneh, westlich von Teheran, zu sehen, wie das Institut auf seiner Webseite berichtet.

Moghaddam ist der Pionier des iranischen Raketensystems des Typs Shahab, dessen Reichweite bis nach Israel reichen würde. Gemäss dem Atombericht der IAEA soll der Iran bereits die Möglichkeit eines nuklearen Sprengkopfes für die Shahab-Rakete getestet haben. Dies nährt die Vermutung, dass der israelische Geheimdienst beim Tod von Moghaddam seine Finger im Spiel hatte.

Zahlreiche Zwischenfälle

Gemäss dem US-Magazin «Time» handelte es sich bei der Explosion nicht um den ersten Zwischenfall dieser Art. In den letzten vier Jahren ist es bereits zu mehreren Detonationen auf iranische Raketeneinrichtungen gekommen. Mindestens drei iranische Wissenschaftler, die alle am Atomprogramm beteiligt waren, sollen dabei umgekommen sein. Auch der Stuxnet-Virus hatte den Zweck, das iranische Atomprogramm massiv zu beeinträchtigen.

Der iranischen Revolutionsgarde zufolge ereignete sich die Explosion in einem Munitionslager bei Bidgane, 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Teheran. Auslöser sei ein Unfall beim Transport von Munition gewesen, heisst es offiziell. Eine iranische Exilgruppe widersprach jedoch diesen Angaben: Der frühere Sprecher der Volksmujahedin, Alireza Jafarzadeh, erklärte in Washington, die Detonation sei auf einem Raketenstützpunkt erfolgt.

Israel hält sich zurück

Die israelischen Medien sprachen von einer «mysteriösen Explosion». Die israelische Regierung hält sich bis heute mit einer offiziellen Stellungnahme zurück. Dagegen einzuwenden hat sie jedenfalls nichts. «Ich hoffe, dass es mehr davon geben wird», sagte Verteidigungsminister Ehud Barak gemäss der «Jerusalem Post».

Israel kommt das Gerücht um eine Beteiligung des Mossad ganz recht. Es stärkt den Mythos, dass sein Geheimdienst zu jeder Zeit zuschlagen kann. Und sollte es sich tatsächlich um eine erfolgreiche, verdeckte Operation gehandelt haben, wäre die Option eines offenen Militärschlags wohl vom Tisch. (jak/mrs)

Erstellt: 30.11.2011, 18:04 Uhr

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38 Kommentare

walter viktor

30.11.2011, 21:22 Uhr
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Ich will den Iran ja nicht verteidigen, aber was Israel macht geht nun wirklich auch nicht. Die provozieren und giessen Oel in´s Feuer wo sie nur können. Der Krieg gegen den Iran ist nur eine Frage der Zeit. Israel ist es völlig egal, das dies die Welt in Chaos stürzen wird. Langsam aber sicher verliert Israel den Sympathiebonus bei mir. Antworten


Jean Roth

30.11.2011, 23:20 Uhr
Melden 32 Empfehlung

Wenn es die Israelis gewesen sind ist es ein absolut hervorragend gelungener Coup.
Im Iran marschiert man nicht einfach umher um irgendwas in die Luft zu jagen, es sind immer Leute auf Unbekannte, Verdächtige oder Auffällige angesetzt und das Tag und Nacht.Wenn Sie als Besucher aus dem Hotel gehen sind schon 2 Leute die Sie sehen und noch andere, die Sie als Besucher nicht sehen.
BRAVO !!
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