Ausland

Streitkräfte bringen Mardscha unter ihre Kontrolle

Aktualisiert am 15.02.2010

Zwei Tage nach dem Beginn ihrer Grossoffensive im Süden Afghanistans haben internationale und afghanische Truppen den Grossteil der umkämpften Region unter ihre Kontrolle gebracht.

1/14 Die amerikanischen und afghanischen Soldaten kämpfen mit einer Vertrauenskampagne um die Unterstützung der Bevölkerung. Dieser Landbesitzer erhält eine Entschädigung für Schäden auf seinem Land.
Bild: Keystone

   

Die Bezirke Mardscha und Nad Ali in der Unruheprovinz Helmand würden nahezu gänzlich von Soldaten kontrolliert, sagte der afghanische General Aminullah Patiani am Montag vor Journalisten. Die radikalislamischen Taliban hätten die Gegend verlassen. Es gebe jedoch weiterhin die Gefahr von versteckten Sprengsätzen.

Patiani leitet auf afghanischer Seite den Einsatz der einheimischen und internationalen Truppen. An dem Einsatz «Muschtarak» (Gemeinsam) in der Unruheprovinz Helmand sind rund 15'000 Soldaten beteiligt, darunter 4400 afghanische Soldaten.

Ziel der grössten Offensive seit dem Sturz des Taliban-Regimes vor neun Jahren ist es, die Aufständischen aus der Region Mardscha, einem der grössten Opium-Anbaugebiete der Welt, zu vertreiben.

Der Bezirk stand jahrelang unter der Kontrolle von Taliban und Drogenhändlern, die dort gemeinsame Sache machten. Opium gehört zu den Haupteinnahmequellen der Aufständischen. (tan/sda)

Erstellt: 15.02.2010, 14:06 Uhr

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