Angeblicher CIA-Agent im Iran zum Tode verurteilt
Aktualisiert am 09.01.2012 39 Kommentare
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Der iranisch-stämmige angebliche Agent des US-Geheimdienstes CIA, Amir Mirsai Hekmati, ist im Iran zum Tode verurteilt worden. Hekmati wurde unter anderem der Spionage beschuldigt, wie die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Irna am Montag berichteten. Die Todesstrafe gegen den 28-Jährigen, dessen Festnahme Mitte Dezember bekannt gegeben worden war, wurde vom Revolutionsgericht in Teheran verhängt.
Hekmati sei der «Zusammenarbeit mit einem feindlichen Land, der Spionage für die CIA und des Versuchs, den Iran in Terrorismus zu verwickeln» schuldig befunden worden, urteilte der Richter in Teheran, wie Fars und Irna berichteten. Hekmati hat laut Staatsanwaltschaft 20 Tage Zeit, Berufung einzulegen.
Der im US-Bundesstaat Arizona geborene Hekmati wurde laut Fars bereits im September vergangenen Jahres beim Überqueren der iranischen Grenze gefasst, als er Verwandte besuchen wollte. Die näheren Umstände der Festnahme wurden nicht bekannt.
Im Fernsehen vorgeführt
Im Dezember wurde er im Staatsfernsehen vorgeführt, wo er vor laufenden Kameras seine angeblichen Verbrechen gestand. Er sei vom US-Geheimdienst «hereingelegt» worden. Sein Auftrag sei es gewesen, den iranischen Geheimdienst zu unterwandern, um Informationen an die CIA zu liefern. Er habe aber dem Iran nicht schaden wollen.
Das US-Aussenministerium hatte die Vorwürfe als falsch zurückgewiesen und seine sofortige Freilassung gefordert. Zudem hatte es den Iran aufgerufen, Hekmati konsularische Hilfe über die Botschaft der Schweiz zu erlauben, was laut Aussenministerium vom Iran abgelehnt wurde.
Washington und Teheran haben keine offiziellen diplomatischen Verbindungen und die Schweiz vertritt die Interessen der USA in Teheran.
Immer wieder Festnahmen
Hekmati soll nach Angaben des Iran im Jahr 2001 in die US-Armee eingetreten sein und eine jahrelange Ausbildung als Geheimagent absolviert haben. Später sei er auf den US-Stützpunkt Bagram in Afghanistan geschickt worden. Der iranische Geheimdienst habe «die Aktivitäten in Bagram überwacht» und den Agenten so entlarvt.
Die Führung in Teheran meldet regelmässig die Festnahme von «Spionen», die für die USA oder Israel arbeiten sollen. In der Regel werden dabei keine genauen Angaben dazu gemacht, was ihnen vorgeworfen wird. Iranische Gerichte haben in der Vergangenheit bereits mehrfach angebliche Spione zu harten Strafen verurteilt, die allerdings immer wieder aufgehoben wurden.
Erst am Sonntag hatte der Iran die Festnahme mehrerer angeblicher «Spione» verkündet, die für die USA tätig seien. Diese hätten über das Internet die Parlamentswahl Anfang März stören wollen, erklärte der iranische Geheimdienst. Nach der umstrittenen Präsidentenwahl 2009 war es zu regierungsfeindlichen Demonstrationen gekommen, die teilweise über Facebook organisiert worden waren. (rub/AFP)
Erstellt: 09.01.2012, 18:02 Uhr
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39 Kommentare
warum äussert sich eigentlich niemand besorgt über das todesurteil über den angeblichen "spion". nichts ist bewiesen und der mann soll sterben!! tauchen irgendwo fotos von halbnackten irakischen häftlingen auf ist das geheule gross. aber hier...eisernes schweigen!! Antworten
@A Fankhauser hören Sie das Schreien nicht? In Guantanamo. In Amerika und in noch vielen anderen Gebieten. Überall auf der Welt schreien Menschen nicht nur gegen die Todesstrafe. Wer weiss vielleicht hat der Typ Spionage betrieben. Ein Spion kommt nicht daher und sagt: ich bin 00X. Der sieht aus wie der nette Nachbar von nebenan. Wissen Sie was der nächste neben Ihnen tut?
Todesstrafe und Folter jeder Art gehören ohne wenn und aber abgeschafft und kontrolliert verboten: Beide sind jedes Staates und jedes Menschen unwürdig.
Wenn du heute nicht dagegen antrittst, dann kann es dich morgen selbst treffen: Als Person wegen gerade nicht genehmen Eigenschaften wie staatlicher, ethnischer oder religiöser Herkunft, sexuellen Neigungen und politischer Überzeugung etc. etc.
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Ferhadi: OT- off topic natürlich mussten SIE die Amerikaner in die Diskussion bringen.... hier geht es aber um den geliebten Iran, Frau Ferhadi. Seit Jahren werden im Iran Leute gefoltert und gehängt weil sie ANGEBLICH US Spione sind, sogar Eichhörnchen hat man verdächtigt, und Raubvögel mit GPS von Israel gesendet,und man verhaftet Turisten-- also wirklich...
@Ferhadi: hat Achm. nicht kürzlich von der Überlegenheit des Islam's gesprochen? Dann müsste der Iran doch auch in der Lage sein, eigene Standards - bessere Standards - zu entwickeln als nur die USA zu kopieren!
@Ferhadi
manchmal habe ich den Eindruck es würde reichen, wenn sie jeweils nur ihren Namen in einen Forumsbeitrag schreiben. Was der Inhalt sein wird, weiss man schon im voraus. Gebetsmühlenartig gilt: Im Iran alles super und wenn nicht: Andere sind noch viel schlimmer. Haben sie wirklich keine differenziertere Sichtweise??
@ P.Ferhadi: " kann man nicht erwarten, dass andere Nationen zurückstehen." Richtig, im Töten ist auch der Iran Meister, siehe Fall Amir Mirsai Hekmati.
Das müssen Sie den U.S.A. sagen. Die sind Meister darin, sowohl im Töten, als auch im Foltern. Gitmo, geheime CIA Gefängnisse, Massenmorde an Indianer, Vietnamesen, Arabern, etc. Wenn die einzig verbleibende Supermacht solche Standards setzt, kann man nicht erwarten, dass andere Nationen zurückstehen.
Dass ich es überlebt habe, geschäftlich und privat in den Iran zu reisen scheint ja ein Wunder zu sein...
Nein, nicht jeder Westler und andersgläbiger ist ein Spion dort. Und nein, es geht auch ohne gefälschten Pass.
Ein- und Ausreise sind problemlos. Und im Land wird man als Ausländer sehr zuvorkommend behandelt.
Die Negativbeiträge stammen wohl primär von Leuten, welche noch nie dort waren...
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@C.R: Irgendwann werde ich in den Iran reisen und die Bevölkerung kennenlernen, zurzeit ist es mir auch mit neuem Pass zu gefährlich. Zudem hoffe ich, dass die Opposition bei den nächsten Wahlen stark genug ist, um einen Wechsel herbeizuführen. Dann gibt's evt. neue Einreisebestimmungen. Aber bis dahin, nein, diese Regel werde ich nicht für Ferien befolgen.
@S.C, V.B: Wenn sie denken, ich finde das gut, dann denken sie völlig falsch. Es gibt auf der Welt nun einfach mal Länder mit sehr komischen Regeln. Die kann man befolgen ohne sie verstehen und gutheissen zu müssen. Ihre kleine, persönliche Sanktionspolitik wird den Iran nicht verändern. Das Volk dort würde aber den Kontakt mit ihnen schätzen und davon profitieren. Sie treffen damit die falschen.
@Rebholz: Personen, die einen iranischen Stempel im Pass haben, dürfen ab sofort nicht mehr in die Schweiz einreisen -> wie würden Sie denn diese Meldung kommentieren?
@C.R: WARUM soll ich verbergen, dass ich nach Israel reise? WARUM habe ich Probleme mit israelischen Stempeln, nicht aber z. Bsp. mit thailändischen, chinesischen od. südamerikanischen? Für mich ist das Verhalten Irans u. Co. Rassismus, den ich nicht unterstützen will.
@Bachmann 13:40. Schweizer auf Reisen.. Fremde Regeln? Warum, ich bin doch Schweizer(in)... :)
Sie würden nicht bei der Einreise behindert, da sie ein Visum für den Iran benötigen. Daher sollten sie einfach vor der Beantragung des Visums das Blatt mit dem Israelstempel aus dem Pass nehmen. Ist doch wohl nicht eine so grosse Behinderung, wenn man eine andere Kultur kennen lernen will, oder?
@Rebholz: Was ich für Probleme bekommen könnte, sah ich an C. Reiss. Nein, danke im Moment mache lieber an Orten Ferien, wo meine sexuelle Orientierung oder Religion nicht zur Debatte steht. Auch wenn der Iran ein kulturell reiches Land ist.
@C.R.: doch, das mit den zwei Pässen ist mir bekannt, auch, dass man isr. Stempel auf einem sep. Papier erhält. Aber ich bin Schweizerin und habe primär mal nichts mit Konflikten zw. IL und arb. Ländern zu tun. Warum also werde ich behindert? Warum soll ich in ein Land reisen, das nicht akzeptiert, dass ich auch nach IL reise? Und Einreiseverweigerung ist nicht das gleiche wie intensive Befragung!
@Bachmann
Sie scheinen nicht zu wissen, dass man in der Schweiz auf Gesuch hin mehrere Pässe haben kann u.a genau aus dem Grund, was ihnen ein Problem zu sein scheint (Israelstempel).
Übrigens empfiehlt es sich nicht, mit einem iranischen Stempel in die USA einzureisen. Ein Kollege von mir wurde dort deshalb mehrere Stunden and der Grenze festgehalten und verhört.
@A.M..T.I. Der Iran hat eine grosse und alte jüdische Gemeinde, welche ihren Glauben auch aktiv leben kann. Der Glauben ist kein Hinderungsgrund.
Israelstempel, iraelischer Staatsbürger: Stimmt, absolute no go (nicht nur im Iran). Sex. Orientierung: Wenn sie das dort nicht ausleben, kein Problem (wie in anderen Ländern auch). Wohnort der Verwandten: Kein Problem.
Wikitravel:
"Die Existenz eines israelischen Stempels im Pass führt zur Einreiseverweigerung in einigen arabischen Staaten (z.B. Kuwait, Libanon, Libyen, Syrien, Saudi-Arabien, VAE, Yemen) oder auch Iran."
... aber selbstverständlich haben Iran und andere arab. Länder keine Probleme mit Israel und akzeptieren den Staat vollständig ...
@Rebholz: Tja, trotz Schweizer Pass müsste ich bei einer Einreise in den Iran mit Problemen rechenen. Warum? Ganz einfach, weil ich Israelische Stempel im Pass habe. Also ganz so einfach ist es doch nicht.
Ich denke es ist wichtig zwischen Regime (und deren Profiteure) und der Bevölkerung zu unterscheiden. Dass man Ausländer oder besser gesagt Geste zuvorkommend behandelt liegt in der Tradition der Perser und dem Nahen Osten. Besuchen Sie geschäftlich den Iran, so werden Sie natürlich auch vom Regime zuvorkommend behandelt und hofiert....Zwar ein Negativbeitrag, doch ich war auch schon in der IRI
@Rebholz: Ich gehe davon, das im Iran problematisch sein wird, wenn man überhaupt reinkommt, wenn Jude ist (C. Reiss), Israeli oder Us-Amerikaner oder Bi- oder Homosexuell (ist im Iran ein Straftatbstand, der mit dem Tod bestraft wird) . Da ich erstens Bi, zweitens Jüdin bin und drittens Verwandte in ISR habe, meide ich die islamische Republik Iran.
Die Berichterstattung über den Iran ist im Westen eben keine Berichterstattung, sondern Desinformation, die bestimmten Zwecken dienen soll, z.B. der Herstellung von Konsens, oder Manufacturing of Consent, wie es Chomski nennt.
tja, als schweizer werde sie tatsächlich keine probleme haben. aber versuchen sie das mal als amerikanischer oder israelischer staatsbürger. schon siehts wieder anders aus ;-)
Jeder nichtreligiöser Mensch ist im Iran, speziell Westler, grundsätzlich ein Spion! So funktioniert das Terrorregime dort. Die wahren Agenten fassen sie nähmlich sehr selten, das beweisen verschwundene Wissenschaftler oder Sabotageakte. Iran braucht Erfolge. Antworten
In 5 Monaten bringt es das Iranische Militär nicht fertig ein Fischerboot zu befreien aber sie können eine US Base in Bagram überwachen – alles klar, sehr glaubwürdig.
Ist wohl einfach nur ein bisschen Abwechslung zu den anderen Gruppen welche im Iran gehängt werden.
Antworten
@Ebb: USrAel ist nicht cool, leider. Aber dieser Begriff gibt besser wieder, was ein Text von über 1000 Zeichen erklären könnte, vorausgesetzt er würde überhaupt publiziert. Es ist schon so: Ein Bild erklärt mehr als tausend Worte...
Es kam/kommt immer wieder vor, dass auch die Iranische Marine Schiffe anderer Nationen und deren Besatzung vor somalischen Piraten rettet. Auch wurden verschiedentlich iranische Schiffe von anderen Nationen (z.B. von Dänemark und Spanien) vor Piraten gerettet. Wer am nahesten dran ist, hilft eben.
Es ist nichts neues, dass USrAel seit Jahren Spionage im Nahen Osten betreibt, um die politische Situation zu destabilisieren. Bsp: Operation Jasmine im Syrien. Die Gefährdung der äusseren und inneren Sicherheit ist ein schweres Vergehen. In USrAel wird man für weniger hingerichtet. Antworten
@Fankhauser: Bitte googlen Sie NDAA und lesen Sie welches Gesetz Obama am 31.1211 unterzeichnete. Waterbording: gehören Sie auch zu den Menschen, die das als "Gesicht waschen" bezeichnen. Dann gibt es noch Schall, Licht, Drohung und Vollzug ovn Vergewaltigung (Abu Ghreib) etc. Und wenn sie schon ihre eigenen Soldaten auf die Müllkippe werfen... Was wollen Sie mehr?
@ hansjürg meister
dann liefern sie auch die fakten zu diesen "tatsachen"!! einfach ein bisschen was behaupten ist doch sehr einfach..
Ich glaube nicht, dass man in Israel oder in den USA heute (nur) wegen Spionage hingerichtet wird. Man verschwindet einfach (NDAA), wird irgendwo an einem geheimen Ort ohne Anklage gefangen gehalten, wenn man Glück hat nicht gefoltert, wenn nicht mehr gebraucht, ermordet (Tötung ohne rechtliche Basis) und schliesslich auf einer Müllhalde entsorgt. Böse Fiktion? Nein, Tatsachen!
@Meier: Es geht hier um das Verhalten des Irans, nur des Irans und zwar unabhängig davon, was andere Staaten machen. Alles andere sind billige Ausweichmanöver weil gute Argumente fehlen!
Also wenn sie mit "USrAel" Israel meinen würden, dann ist ihre Aussage sehr dumm, resp. sie zeigen selber auf, wie dürftig Ihre Kenntnisse sind: Israel kennt keine Todesstrafe!
Aber bitte, sagen sie mir doch, für welche Vergehen man hingereichtet wird...
Was ist ein USrAel? Ist das heutzutage cool so zu schreiben? Machen Sie das mit allen anderen Ländern ebenfalls?
Oder man erhält den Status "Kombatant" und verschwindet für unbestimmte Zeit ohne Anklage in irgendwelchen Geheimgefängnissen, ohne Aussicht auf (überhaupt) eine Verhandlung... Mittlerweile spielt ja der Pass nicht mal so ne grosse Rolle (NDAA). Wie geht es eigentlich Bradley Manning so?
Vielen Dank für den Guten Tipp! Also bei paranoiden Theokratien kein falschen Pässe verwenden! Ich merk mir Das, ehrlich.

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