USA liefern Waffen an syrische Rebellen

Während in Genf verhandelt wird, entschied der US-Kongress in geheimen Abstimmungen, nicht-islamistische Regierungsgegner mit leichten Infanteriewaffen zu unterstützen.

Stecken in einer Patt-Situation: Syrische Rebellen. (27. Januar 2014)

Stecken in einer Patt-Situation: Syrische Rebellen. (27. Januar 2014) Bild: AFP

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Die USA liefern nach Informationen aus amerikanischen und europäischen Sicherheitskreisen leichte Waffen an moderate syrische Rebellen im Süden des Landes. Die Finanzierung der Rüstungslieferungen seien vom US-Kongress in geheimen Abstimmungen gebilligt worden.

Zu den Waffen, die über Jordanien an nicht-islamistische Rebellen geschickt werden, gehören den Informationen zufolge leichte Infanteriewaffen, aber auch Panzerabwehr-Raketen. Tragbare Luftabwehr-Raketen, die von der Schulter abgefeuert werden können, sollen nicht zu den Lieferungen gehören.

Im vergangenen Jahr hatte der US-Kongress Waffenlieferungen an syrische Rebellen noch blockiert. Die Abgeordneten befürchteten, dass die Waffen in die Hände islamischer Extremisten geraten könnten. Mittlerweile habe sich bei Sicherheitsexperten die Überzeugung durchgesetzt, dass dies nicht geschehen werde, verlautete aus Kreisen, die mit den Vorgängen vertraut sind.

Der Bürgerkrieg in Syrien steckt in einer Patt-Situation. Weder die Truppen von Präsident Bashar al-Assad noch die Rebellen sind in der Lage, ihre Gegner entscheidend zu schlagen. Diese Lage könnte nach Einschätzung von Experten noch längere Zeit anhalten. (chk/sda)

Erstellt: 28.01.2014, 03:37 Uhr

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